Spot-Gold bildet bei 4000 den Boden! Zinserhöhungen könnten ihren Höhepunkt erreicht haben – ist 4750 noch weit entfernt?
Heute, Dienstag (28. Juli), wird während der asiatischen Handelszeit erwartet, dass der Spotpreis für Gold um die Marke von 4000 USD pro Unze in einer Seitwärtsbewegung schwankt und damit ein kurzfristiges Bodenbild festigt. Solange der geldpolitische Kurs der Federal Reserve nicht klar definiert ist, zeigen sich die Marktteilnehmer vorsichtig, wodurch dem Goldpreis die Dynamik für einen einseitigen Ausbruch fehlt. Der Markt verarbeitet derzeit die Faktoren von Bullen und Bären durch wiederholte Schwankungen und wartet ab, bis die Sitzung der Federal Reserve in dieser Woche klarere Hinweise auf die Zinspolitik liefert, um die Richtung für die nächste Phase zu bestimmen.
[Nachrichtenüberblick]
Marktanalysten weisen darauf hin, dass die Erwartungen an eine Zinserhöhung durch die Federal Reserve inzwischen als "übertrieben aggressiv" gelten und die hawkishe Stimmung vermutlich ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Obwohl die reale Rendite der US-Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit auf etwa 2,4 % gestiegen ist (nahe dem höchsten Stand seit Oktober 2023), was die Erholung des Goldpreises weiterhin bremst und die Marke von 4100 USD hartnäckig verteidigt, bleibt die Unterstützung an der runden Marke von 4000 USD äußerst stabil. Im mittleren bis langen Zeitraum bleiben grundlegende Faktoren wie die fortgesetzte Goldnachfrage der Zentralbanken weltweit, robuste physische Nachfrage in Asien sowie wachsende globale Schuldenrisiken unverändert. Es wird erwartet, dass der Goldpreis in den kommenden 6 bis 9 Monaten im Bereich von 4750 bis 5500 USD pro Unze handelt und im ersten Halbjahr nächsten Jahres die Marke von 5000 USD überschreiten könnte.
Aus kurzfristiger Sicht befindet sich der Goldpreis in einer klassischen Seitwärtsbewegung mit einer Obergrenze und Untergrenze. Bullen haben mehrfach versucht, sich oberhalb von 4100 USD zu etablieren, sind jedoch gescheitert, was zeigt, dass hohe Realrenditen weiterhin einen erheblichen Druck auf zinslose Anlagen ausüben. Der Markt hat den Großteil der restriktiven Erwartungen bereits vorweggenommen und die Federal Reserve wird voraussichtlich in diesem Jahr eine abwartende Haltung einnehmen. Solange der geldpolitische Kurs nicht vollständig geklärt ist, fehlt dem Goldpreis die Dynamik für einen einseitigen Ausbruch; der gesamte Sommer wird sich auf einen Kernbereich um 4000 USD konzentrieren und dort eine Bodenbildung vollziehen.
Das kurzfristige Ergebnis hängt von den bald veröffentlichten Non-Farm Payrolls für Juli ab. Im Juni lag der Zuwachs der Non-Farm Payrolls lediglich bei 57.000 und verfehlte damit deutlich die Erwartungen des Marktes. Sollte die aktuelle Zahl erneut schwach ausfallen, wird der Markt die Zinserwartungen für dieses Jahr schnell anpassen und dadurch die Renditen von US-Staatsanleihen nach unten treiben. Fällt die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihen unter 4 %, öffnet dies die Tür für einen Goldpreisanstieg in den Bereich von 4500 bis 4750 USD innerhalb dieses Jahres und belebt den Antrieb, die 5000-USD-Marke zu testen. Umgekehrt, bei starken Beschäftigungsdaten bedeutet dies, dass die Hochzinsphase länger anhält und der Goldpreis weiter im Bereich zwischen 4000 und 4100 USD seitwärts gehandelt wird.
Trotz des hohen Zinsumfelds, das spekulative Käufe von Gold-ETF bremst, bleiben andere tragende Säulen des Marktes stabil und schützen wirksam vor einem Übermaß an Abwärtsdruck auf den Goldpreis:
Normalisierung der Goldkäufe durch Zentralbanken: Der Trend, dass Zentralbanken weltweit ihre Goldreserven erhöhen, setzt sich fort und bietet dem Goldpreis langfristige Unterstützung.
Robuste physische Nachfrage in Asien: Die wichtigsten asiatischen Volkswirtschaften haben im Juni die Goldimporte auf ein Zweijahreshoch gesteigert. Die Widerstandsfähigkeit der physischen Nachfrage gibt dem Goldpreis ein solides „Sicherheitsnetz“.
Strategischer Wert der Assetallokation: Das globale Schuldenvolumen hat mit 353 Billionen USD einen historischen Höchststand erreicht. Ausländische Investoren verkaufen weiterhin US-Staatsanleihen. Selbst wenn die Federal Reserve eine hawkishe Haltung beibehält, tendieren Zentralbanken und langfristige Anleger dazu, Gold als Absicherung gegen Währungsrisiko und potenzielle Schuldenkrisen zu halten.
Zusammenfassend befindet sich Gold derzeit im Spannungsfeld zwischen "kurzfristigem Gegenwind" und "langfristigem Rückenwind". Obwohl hohe Realrenditen die Erholung begrenzen, sichern globale monetäre Umbrüche und geopolitische Unsicherheiten den strategischen Wert von Gold. Investoren sollten die durch die Non-Farm Payrolls ausgelösten Änderungen der Zinserwartungen aufmerksam verfolgen, da dies der entscheidende Katalysator für das Durchbrechen der Seitwärtsbewegung und den Start eines neuen Aufwärtszyklus sein wird.
[Aktuelle Analyse der internationalen Goldpreisentwicklung]
Aus technischer Sicht unterliegt die kurzfristige Goldpreisentwicklung aufgrund hoher Realrenditen Beschränkungen und wird im Verlauf des Sommers sehr wahrscheinlich um die Marke von 4000 USD oszillieren, während man auf entscheidende Signale aus der Federal Reserve und den Non-Farm Payrolls wartet. Im mittleren bis langen Zeitraum bleiben die tragenden Elemente wie das hohe globale Schuldenniveau, die fortlaufenden Goldkäufe der Zentralbanken und die robuste physische Nachfrage großer asiatischer Länder weiterhin stabil und intakt. Laut State Street bleibt der Trend für die nächste große Goldpreisbewegung aufwärtsgerichtet; wenn die Beschäftigungsdaten schwach ausfallen und die Zinserwartungen zur Vernunft zurückkehren, könnte der Goldpreis noch in diesem Jahr die Marke von 4750 USD ins Visier nehmen.
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