Bitget App
Trade smarter
Krypto kaufenMärkteTradenFuturesEarnAIPlazaMehr
IWF warnt plötzlich: Der nächste Anstieg der Ölpreise könnte heftiger ausfallen als erwartet!

IWF warnt plötzlich: Der nächste Anstieg der Ölpreise könnte heftiger ausfallen als erwartet!

金融界金融界2026/07/28 05:11
Original anzeigen
Von:金融界

Der Internationale Währungsfonds (IMF) warnt davor, dass die weltweiten Ölmärkte die bislang zur Bewältigung von Angebotsunterbrechungen verwendeten Mehrfach-"Puffer" rapide aufbrauchen. Sollte die Lage im Nahen Osten erneut deutlich schwanken, könnten internationale Ölpreise empfindlicher auf Erschütterungen reagieren und dadurch den globalen Inflationsdruck weiter verstärken.

Der IMF erklärte in einem kürzlich veröffentlichten Analysebeitrag, dass die weltweiten Ölmärkte in den vergangenen Monaten großangelegte Versorgungsstörungen vor allem durch drei Faktoren verkraften konnten: Freigabe von kommerziellen und strategischen Lagerbeständen, erhöhte Liefermengen anderer Förderländer sowie eine geringere Nachfrage aufgrund hoher Ölpreise.

Mit dem fortschreitenden Rückgang der Lagerbestände, der schrittweisen Aktivierung von Reservekapazitäten und der Reduzierung des Energiebedarfs durch Verbraucher und Unternehmen ist der Spielraum für die nächste Schockwelle deutlich kleiner geworden.

Der IMF betonte, dass die globale Marktposition bei einer erneuten Angebotsunterbrechung noch anfälliger werde, wenn die Länder ihre Ölbestände nicht rechtzeitig auffüllen.

Drei große "Puffer" schwinden allmählich

Der erste ist die Öl-Lagerhaltung.

Der IMF schätzt, dass von März bis Mai dieses Jahres im weltweiten Ölmarkt durchschnittlich ein tägliches Angebotsdefizit von rund 4 Millionen Barrel bestanden hat. Um den Versorgungsdruck abzubauen, setzten einige Länder auf kommerzielle Bestände und strategische Reserven, sodass die Märkte kurzfristig im Gleichgewicht gehalten werden konnten.

Doch die Freigabe von Lagerbeständen kann nur vorübergehend den Druck lindern und nicht dauerhaft den Normalbetrieb ersetzen. Ist der Bestand erst auf niedrigem Niveau, fehlt dem Markt bei neuen Ereignissen ausreichend Rohöl zur raschen Versorgung.

Nach Angaben der US-Energiebehörde (EIA) lag der US-Strategische Ölreservebestand in der Woche zum 17. Juli bei etwa 311 Millionen Barrel, deutlich unter dem Jahresanfang und nahe einem Mehrjahrestief. Die US-Reserven lagern hauptsächlich in unterirdischen Salzdomes an der Golfküste Mexikos und werden vor allem bei Krieg, Naturkatastrophen oder anderen schwerwiegenden Versorgungsunterbrechungen eingesetzt.

Der zweite Pufferfaktor sind Förderländer außerhalb der Golfregion, die Lieferungen erhöhen.

Vorher haben die USA, Guyana, Venezuela, Russland und andere Förderländer ihre Mengen erhöht und damit einen Teil der ausgefallenen Versorgung ausgeglichen. Gleichzeitig hat China mit weniger Rohölkäufen zusätzliche Spotressourcen für Europa und andere asiatische Importregionen freigemacht.

Allerdings sind die zusätzlichen Mengen begrenzt. Da Reservekapazitäten bereits eingesetzt werden, könnten andere Förderländer im Falle erneuter Angebotsstörungen zukünftig nur noch begrenzt rasch expandieren.

Der dritte Pufferfaktor resultiert aus niedrigerer Nachfrage.

Steigen die Ölpreise rasant, fahren Privathaushalte weniger Auto und konsumieren weniger, Unternehmen senken Transport- und Energieverbrauch. Diese Nachfragerückgänge helfen, die Märkte auszugleichen, bedeuten aber zugleich, dass hohe Ölpreise sich bereits negativ auf die wirtschaftliche Aktivität auswirken.

Mit anderen Worten: Nachfragerückgang mag die Preise senken, aber das bedeutet nicht, dass das Versorgungsproblem gelöst ist, sondern, dass Konsumenten und Firmen gezwungen werden, höhere Energiekosten zu tragen.

Der Transport durch die Straße von Hormus bleibt ein entscheidendes Kriterium

Die Straße von Hormus ist eine der weltweit wichtigsten Energietransportrouten. Normalerweise passieren täglich etwa 20 Millionen Barrel Rohöl und Raffinerieprodukte diese Region – das entspricht etwa einem Fünftel des globalen Ölverbrauchs.

Der IMF berichtet, dass die Ölflüsse durch die Straße von Hormus in Zeiten schwerer Transportstörungen auf etwa 1 Million Barrel pro Tag zurückgingen. Einige Öltanker können ihre Route ändern, einige Förderländer verfügen über alternative Pipelines, doch die bestehenden Alternativen reichen nicht aus, den kompletten Ausfall durch die Seewege auszugleichen.

Deswegen reagieren die Ölpreise regelmäßig äußerst sensibel, sobald die Lage in dieser Region angespannt wird.

Ende Juli, als der Markt erneut Sorge wegen beeinträchtigter Energietransporte hatte, stieg der Brent-Ölpreis kurzfristig auf über 100 US-Dollar pro Barrel und erreichte ein neues Hoch. Nach vorübergehender Entspannung fiel Brent rasch wieder auf etwa 90 US-Dollar, was zeigt, wie stark die aktuellen Preise von Nachrichten und Versorgungsprognosen beeinflusst werden.

Die heftigen Preissteigerungen und -rückgänge zeigen, dass der Markt nicht wirklich stabil ist, sondern Anleger laufend ihre Risikoprämien laut neuesten Entwicklungen anpassen.

Hohe Ölpreise könnten die weltweite Inflation erneut befeuern

Der Anstieg der Energiepreise betrifft nicht nur die Tankstelle.

Öl ist eine wesentliche Kostenquelle für Transport, Luftfahrt, Logistik, Kunststoffe, Chemieprodukte und die Landwirtschaft. Bleiben die Ölpreise länger hoch, könnten Unternehmen die steigenden Transport-, Verpackungs- und Produktionskosten an Verbraucher weitergeben und damit die Preise für Lebensmittel, Flugtickets, Expresslieferungen und Alltagswaren erhöhen.

US-amerikanische Automobilverbände (AAA) berichten, dass der nationale Durchschnittspreis für normale Benzinprodukte am 27. Juli etwa 4,11 US-Dollar pro Gallone betrug, verglichen mit etwa 4 US-Dollar eine Woche zuvor. Der Preisauftrieb hat die täglichen Mobilitätskosten der US-Verbraucher bereits beeinflusst.

Besonders bemerkenswert ist, dass steigende Energiepreise den globalen Inflationsrückgang stören könnten.

Der IMF erklärte im Juli in seinem Update zum "World Economic Outlook", dass der globale Inflationsrückgang ins Stocken geraten sei und Energieversorgungsschocks sowie die Neubewertung an den Finanzmärkten weiterhin zentrale Abwärtsrisiken für die Weltwirtschaft darstellen.

Bleiben die Ölpreise dauerhaft hoch, müssten Notenbanken weltweit längere Zeit hohe Zinsen beibehalten und unter Umständen die geldpolitische Straffung erneut prüfen. Das würde nicht nur die Kosten für Hypotheken und Unternehmensfinanzierungen erhöhen, sondern könnte auch Druck auf die Preise von Aktien, Anleihen und Immobilien ausüben.

Kurzfristige Marktentspannung bedeutet nicht, dass das Risiko vorüber ist

Mit der Ankündigung der USA, einige Maßnahmen auszusetzen, sind die internationalen Ölpreise zuletzt deutlich zurückgegangen. Der Markt hat vorerst weniger Angst vor unmittelbaren Versorgungsunterbrechungen, doch die langanhaltende Stabilität der Route durch die Straße von Hormus und des Roten Meeres bleibt stark unsicher.

Der IMF sieht die wichtigste Lektion dieses Schocks darin, dass die weltweiten Ölmärkte sich auf lange Sicht nicht auf Freigabe von Lagerbeständen und reduzierte Nachfrage verlassen können, um das Gleichgewicht zu erhalten.

Für Regierungen ist jetzt besonders wichtig, strategische Reserven aufzufüllen, die Quellen der Energieversorgung zu diversifizieren und die Alternativen jenseits zentraler Transportwege auszubauen.

Für die Märkte sind folgende drei Kennzahlen wesentlich: Ob die kommerziellen und strategischen Öllager global wieder steigen, wie viel Reserveförderkapazität in den wichtigsten Förderländern noch besteht und ob die Öltransporte durch die Straße von Hormus schrittweise wieder steigen.

Werden die Lager nicht rechtzeitig gefüllt und tritt erneut ein Versorgungsrisiko auf, könnte der Anstieg der Ölpreise schneller erfolgen als zuvor und sich mit traditionellen Mitteln noch schwieriger abmildern lassen.

Die globalen Ölmärkte erleben aktuell eine kurze Verschnaufpause, doch wie der IMF warnt, ist der "Puffer", der den Markt bislang durch frühere Schocks getragen hat, immer dünner geworden.

0
0

Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.

PoolX: Locked to Earn
APR von bis zu 10%. Mehr verdienen, indem Sie mehr Lockedn.
Jetzt Lockedn!

Das könnte Ihnen auch gefallen

30 Billionen Wissensarbeit, 30 Billionen Verbrauchermarkt – Die Steuerung des KI-Inferenzzeitalters

Morgan Stanley ist der Ansicht, dass KI den Wissensarbeitsmarkt im Wert von 20-30 Billionen US-Dollar und den Konsummarkt im Wert von 30 Billionen US-Dollar umgestalten wird. Die Ausgaben der Unternehmen für KI könnten bis 2027 800 Milliarden US-Dollar erreichen. Open-Source-Modelle senken die Token-Preise und verursachen explosionsartigen Nachfrageanstieg; mehrere Monetarisierungspfade erzielen eine Rendite von 25%-50%. Die globale Rechenkapazität wird von 35 GW auf 145 GW steigen, aber Strom- und regulatorische Engpässe werden zur wichtigsten physischen Einschränkung der nächsten Phase.

华尔街见闻2026/09/09 04:16

Hedgefonds gehen aggressiv Long auf den Yen: Sie setzen darauf, dass er bis Jahresende die Marke von 150 durchbricht, mit Zielrichtung 140.

Hedgefonds wetten darauf, dass der US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen bis zum Jahresende unter 150 fallen wird.

智通财经2026/09/09 04:01
Hedgefonds gehen aggressiv Long auf den Yen: Sie setzen darauf, dass er bis Jahresende die Marke von 150 durchbricht, mit Zielrichtung 140.