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Die Zinsentscheidungswoche versetzt die Optionsmärkte in Aufruhr, das Nachlassen geopolitischer Prämien kann den Absicherungsbedarf nicht verbergen, der Markt wartet gespannt auf den bevorstehenden Sturm.

Die Zinsentscheidungswoche versetzt die Optionsmärkte in Aufruhr, das Nachlassen geopolitischer Prämien kann den Absicherungsbedarf nicht verbergen, der Markt wartet gespannt auf den bevorstehenden Sturm.

智通财经智通财经2026/07/27 16:06
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  1. Der fragile Waffenstillstand in der Golfregion hält vorerst an, der Angriff der Huthi auf saudische Ölanlagen konnte jedoch nicht verhindern, dass der Brent-Ölpreis von 100 US-Dollar in der vergangenen Woche auf unter 90 US-Dollar abrutschte. Institutionen führen aus, dass dieses Preisniveau nahe am "Schmerzpunkt" der US-Seite liegt und ausreichend ist, um den Dialog zwischen beiden Seiten aufrechtzuerhalten. Die Stabilisierung der Ölpreise und des US-Dollars führt dazu, dass die implizite Volatilitätsprämie bei den G10-FX-Optionen leicht zurückgeht.
  2. Die Differenz zwischen der impliziten und der realisierten Volatilität bleibt ein zentrales Markenzeichen. Die einmonatige implizite EUR/USD-Volatilität liegt mit 4,9 etwas über dem jüngsten Tief, während die realisierte Volatilität nur 3,85 beträgt. Der Spread macht Optionen strukturell relativ günstig, was aber angesichts der zahlreichen Risiken in dieser Woche nicht zwangsläufig echte Unterbewertung bedeutet.
  3. Das Risiko konzentriert sich stark auf die geldpolitischen Entscheidungen der drei großen Zentralbanken. Die Federal Reserve, die Bank of England und die Bank of Japan treten innerhalb weniger Tage auf. Die einwöchige Optionsvolatilität bleibt fest, was darauf hindeutet, dass der Markt angesichts des engen Zeitplans nicht bereit ist, den Hedge-Schutz vollständig aufzugeben. Die Federal Reserve gilt hierbei als potenzieller Volatilitätskatalysator.
  4. Der EUR/USD unterliegt dem Einfluss großer Optionsfälligkeiten. Während des New Yorker Abwicklungszeitraums am Donnerstag konzentrieren sich beträchtliche auslaufende Optionskontrakte im Bereich von 1,1375 und 1,1400–1,1415. Auch am Freitag gibt es eine Ansammlung von Optionsausübungspreisen. Sofern die Federal Reserve keinen unerwarteten Schock auslöst, dürften diese Optionswände den Durchbruchsspielraum des Wechselkurses weiterhin begrenzen.
  5. Das Risiko-Reversal bleibt mit bärischem Bias bestehen: Die einmonatige 25-Delta-EUR/USD-Schrägstellung nähert sich dem jüngsten Hoch, wobei der Aufschlag für EUR-Put-Optionen gegenüber Calls bei etwa 0,55 liegt. Die Nachfrage nach USD-Calls bleibt bei GBP und AUD bestehen. Falls die Widerstandsmarke über USD/JPY 164 durchbrochen wird, könnte dies eine Short-Gamma-bedingte Beschleunigung auslösen.
  6. Das Gesamtbild signalisiert eher einen mangelnden Wunsch nach Hedge-Abbau als wirkliche Ruhe. Angesichts des dichten Zentralbank-Kalenders betrachten Institutionen die aktuelle Stabilisierung von Ölpreis und US-Dollar nicht als Grund, ihre Absicherungen zu reduzieren; der Optionsmarkt bereitet sich weiterhin auf eine stärkere implizite Volatilität im Vergleich zum Spot vor.
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