Trumps Zinssenkungsplan stößt auf ein weiteres Hindernis: Die Fed könnte diese Woche die hohen Zinsen beibehalten oder sogar eine Zinserhöhung in Betracht ziehen.
BlockBeats News, 27. Juli: Der Plan von Präsident Trump, Zinssenkungen durchzusetzen, steht vor einer weiteren Herausforderung. Analysten an der Wall Street erwarten allgemein, dass das Federal Open Market Committee (FOMC) der Federal Reserve bei der Sitzung in dieser Woche die Zinssätze unverändert lässt. Es besteht sogar die Möglichkeit einer Zinserhöhung, wobei Trumps Nahost-Politik zu einem entscheidenden Faktor für die Zinsentscheidungen wird.
Das FOMC wird am Dienstag und Mittwoch dieser Woche zusammentreten, um den Fortschritt am Arbeitsmarkt sowie das Inflationsziel zu bewerten. Aktuell liegt die US-Inflationsrate bei etwa 3,5 %, leicht rückläufig von Mai bis Juni, aber weiterhin deutlich über dem 2 %-Ziel der Fed.
Berichten zufolge ist der Anstieg der Energiepreise einer der Haupttreiber der Inflation. Derzeit sind die Treibstoffpreise im Vergleich zum Vorjahr um 15,7 % gestiegen. Trotz einer Verringerung von 4,9 % zwischen Mai und Juni bleiben die Energiepreise aufgrund des anhaltenden Einflusses des Nahost-Konflikts auf die globale Ölversorgung hoch.
Die Wall Street ist der Ansicht, dass die militärischen und diplomatischen Maßnahmen der Trump-Regierung im Nahen Osten der Fed wenig Spielraum für Zinssenkungen lassen. Da bislang kein formelles Waffenstillstandsabkommen zwischen den USA und Iran erzielt wurde und die Kontrolle über die Straße von Hormus weiterhin unsicher ist, können Ölpreise und Inflationsrisiken nicht vollständig abgebaut werden.
Aditya Bhave, Chefökonom für die USA bei Bank of America, erklärte, dass der Markt aktuell eine Zinserhöhung von etwa 10 Basispunkten im Juli einpreist. Fed-Vorsitzender Kevin Wash steht vor einer schwierigen Entscheidung: Die Zinssätze nicht zu erhöhen könnte die Glaubwürdigkeit der Fed im Kampf gegen Inflation beeinträchtigen, während eine Zinserhöhung mit dem bisherigen Policy-Framework, das Angebotsschocks beobachtet, in Konflikt geraten könnte.
Bank of America erwartet, dass die Fed im Juli die Zinssätze unverändert lässt, jedoch weiterhin Zinserhöhungen von jeweils 25 Basispunkten im September, Oktober und Dezember dieses Jahres antizipiert.
Der Markt beobachtet auch die Unabhängigkeit von Washs Politik nach seinem Amtsantritt. Analysten sind der Ansicht, dass die Glaubwürdigkeit der Fed ebenfalls Schaden nehmen könnte, wenn sie notwendige Zinserhöhungen aus politischen Gründen vermeidet.
Nach den Daten des CME FedWatch Tools erwarten etwa 68,5 % der Zinshändler, dass die Fed die Zinssätze in dieser Woche unverändert lässt, während die übrigen Marktteilnehmer mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf den Bereich von 3,75 % bis 4 % rechnen.
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