Bank of America: „Die drei härtesten Monate“ für US-Aktien könnten im August beginnen, Chancen für US-Dollar und Gold
Quelle: Wallstreet Nachrichten
Ein Bericht der Bank of America weist darauf hin, dass historische Daten zeigen, dass der Zeitraum von August bis Oktober die schwächste Phase für US-Aktien ist, mit einer durchschnittlichen Rendite des S&P 500 Index von nahezu null. Dagegen entwickeln sich defensive Anlagen wie US-Dollar, US-Staatsanleihen und Gold in diesem Zeitraum meist stark, und auch Energieanlagen könnten sich entgegen dem Trend positiv entwickeln. Trotz gestiegener Risiken einer Marktkorrektur zum Sommerende ebnet dies zugleich den Weg für eine starke Rallye, die ab November startet.
Mit Beginn des August könnte es für Anleger nötig sein, mit einer Hand das Steuer fest zu halten und mit der anderen stets Hedging-Instrumente bereitzuhalten.
Paul Ciana, technischer Analyst bei BofA Securities, betont im neuesten saisonalen Bericht:
Bemerkenswert ist laut Ciana, dass die saisonale Schwäche nicht unbedingt ein langfristiges Bärenzeichen ist. Historisch ebnen Sommerkorrekturen oft den Weg für starke Marktbewegungen danach – zwischen November und Januar steigt der S&P 500 im Durchschnitt um 3,54%.
Historische Daten zeigen: August bis Oktober ist die schwächste Saison für US-Aktien
Seit 1928 ist der Zeitraum von August bis Oktober das schlechteste rollierende Drei-Monats-Fenster für den S&P 500 Index. Laut Bericht verzeichnet der Index in diesem Zeitraum nur in 55% der Jahre Gewinne, die durchschnittliche Rendite liegt nahezu bei null (minus 0,02%), und in keinem anderen rollierenden Drei-Monats-Zeitraum gab es einen stärkeren durchschnittlichen Drawdown von 7,35%.
Diese historische Regel bildet die saisonale Grundlage der defensiven Strategie der Bank of America. Ciana betont, dass saisonale Faktoren nur eines von vielen Argumenten für Investoren sind, aber die historische Evidenz zeigt, dass eine defensive Allokation vor Beginn der traditionellen starken Marktphase von November bis Januar meist eine vorsichtigere Wahl ist.
Nicht alle Aktienindizes sind gleichermaßen von saisonalem Druck betroffen. Historische Daten belegen,
Der Dollar könnte seine Stärke fortsetzen, der südafrikanische Rand steht besonders unter Druck
Im aktuellen zweiten Jahr des US-Präsidentenwahlzyklus zeigt sich dieser saisonale Trend meist noch ausgeprägter. Unter den Schwellenländer-Währungen verzeichnet der südafrikanische Rand die schwächste saisonale Entwicklung: Seit 2000 wertet der US-Dollar im August zu 73% der Zeit gegenüber dem Rand auf, mit einer durchschnittlichen Steigerung von 2,19%. Die Bank of America zählt den USD/ZAR zu den aktuell bevorzugten saisonalen Trades, vor allem in einem Umfeld zunehmender Risikovorsicht.
Anleiherenditen tendieren nach unten, Gold ist das klarste defensive Asset zum Sommerende
Der Rückgang der Renditen steht meist im Einklang mit einem defensiven Investitionsumfeld und spiegelt die Tendenz wider, dass Anleger in Zeiten zunehmender Unsicherheit auf Staatsanleihen als relativ sichere Investments setzen.
Der Bericht zeigt, dass Gold historisch dazu tendiert, gleichzeitig mit Schwäche bei Aktien und sinkenden Anleiherenditen stärker zu steigen, wodurch es zu den bevorzugten saisonalen Assets zum Absichern von Aktienvolatilität zählt.
Energieanlagen könnten eine Ausnahme sein und sich entgegen dem Trend stark entwickeln
Im insgesamt defensiv geprägten saisonalen Muster ist Energie eine bemerkenswerte Ausnahme. Der Bloomberg Energy Index steigt im August durchschnittlich um 2,42%, und im zweiten Wahljahr ist die Performance noch stärker. Zudem weist der Bericht darauf hin, dass die Ölpreise historisch dazu tendieren, im letzten Drittel des August besonders stark anzuziehen, was für energiebezogene Investments zusätzliche Unterstützung bieten könnte.
Redakteur: Zhu He Nan
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Morgan Stanley ruft aus, dass physische KI und Raumfahrt zur neuen "elektrischen Energie" der Wirtschaft werden! Erhöhung der Beteiligung an SpaceX (SPCX.US), Kursziel 300 US-Dollar
Morgan Stanley hat einen Forschungsbericht zu physischer KI, Weltraum und SpaceX (SPCX.US) veröffentlicht und ist der Ansicht, dass Roboter- und Weltraumindustrien die globale Wirtschaftsstruktur neu gestalten werden. Ihre Bedeutung wird mit der von Elektrizität in der modernen Wirtschaft verglichen.

Der stellvertretende Präsident der Europäischen Zentralbank schlägt „Blasenalarm“: Die Bewertung von KI-Vermögenswerten ist „sehr hoch“ und der Aktienmarkt kann leicht zurückgehen.
Der stellvertretende Präsident der Europäischen Zentralbank, Vujčić, warnt: Durch künstliche Intelligenz getriebene Kursanstiege von Vermögenswerten bergen ein erhöhtes Risiko für Kurskorrekturen.

Der CEO von Broadcom (AVGO.US) kontert die „AI-Bremsen“-These: Umsatzziel für AI-Halbleiter bleibt unverändert, 230 Milliarden US-Dollar sollen bis 2028 erreicht werden.
Chen Fuyang äußerte sich kürzlich in einem Interview zu Bedenken hinsichtlich möglicher Auswirkungen einer Verlangsamung bei der Entwicklung fortschrittlicher KI-Modelle auf das Geschäft des Chip-Herstellers und betonte, dass das Unternehmen weiterhin an seinen langfristigen Umsatzzielen festhalte.

Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe steigt auf über 5 % und erreicht damit den höchsten Stand seit fast 20 Jahren – die Glaubwürdigkeit der Federal Reserve im Kampf gegen die Inflation steht auf dem Prüfstand.
Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen ist auf das höchste Niveau seit fast 20 Jahren gestiegen und markiert damit einen weiteren Meilenstein in der weltweiten Anleiheverkaufswelle.

