Die Bank of England wird diese Woche voraussichtlich keine Änderungen vornehmen, aber ein Krieg in der Straße von Hormus könnte ein Auslöser für Zinserhöhungen werden.
Die Bank of England wird diese Woche voraussichtlich keine Änderungen vornehmen, aber ein Krieg in der Straße von Hormus könnte ein Auslöser für Zinserhöhungen werden.
智通财经2026/07/27 06:11Original anzeigen
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- Es wird erwartet, dass die Bank of England am Donnerstag zum vierten Mal in Folge den Leitzins unverändert bei 3,75 % belässt, aber signalisiert, dass sie bereit ist, die Kreditkosten jederzeit zu erhöhen, falls der Konflikt in der Straße von Hormus zu einem weitreichenden und anhaltenden Anstieg der Inflation führt. Zuletzt lag die britische Inflation weiterhin unter den Erwartungen (im Juni 2,6 % im Jahresvergleich, weniger als 3 % im Februar), und Umfragen zeigen, dass das Kostenwachstum den dritten Monat in Folge abnimmt. Auch die Unternehmen erwarten eine moderatere Preiserhöhungsrate, was den akuten Zinserhöhungsdruck vorübergehend lindert.
- Je länger jedoch der Konflikt zwischen den USA und dem Iran den Schiffsverkehr durch die Straße einschränkt und Öl- sowie Gaspreise ansteigen, desto wahrscheinlicher ist es, dass Arbeitnehmer deutliche Lohnerhöhungen fordern, um Kaufkraftverluste auszugleichen. Dies könnte zu Preiserhöhungen der Unternehmen führen und damit zu den von Notenbankern als „Zweitrundeneffekte“ bezeichneten Kostenübertragungen. Obwohl die Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf die britische Inflation und Wirtschaftsaktivität schwächer als erwartet sind, hat der Internationale Währungsfonds bereits gewarnt, dass mit dem sechsten Monat der Blockade Maßnahmen wie Produktionssteigerungen der Ölförderländer und das Aufbrauchen von Reserven als Puffer erschöpft sind.
- Wie im Juni wird erwartet, dass Huw Pill und Megan Greene für eine Zinserhöhung auf 4 % stimmen; einige Ökonomen halten es für möglich, dass auch Catherine Mann sich anschließt. Die Volkswirte von Oxford Economics und Investec gehen gleichermaßen davon aus, dass die Mitteilungen der Bank of England im Juli die Inflationsrisiken betonen und zeigen werden, dass man zu Zinserhöhungen bereit ist, sobald Hinweise auf Zweitrundeneffekte auftreten. Am Donnerstag wird die Bank of England zudem neue Wirtschaftsprognosen veröffentlichen, die einen Ausblick auf den weiteren Zinsverlauf geben könnten – wobei die Prognoseszenarien auch die hohe Unsicherheit der Aussichten verdeutlichen werden.
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