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Ein erneutes Nachdenken über das Rahmenwerk des US-Dollar-Wechselkurses

Ein erneutes Nachdenken über das Rahmenwerk des US-Dollar-Wechselkurses

硅基星芒硅基星芒2026/07/26 23:58
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Von:硅基星芒


Morning FX

Kürzlich veröffentlichte Deutsche Bank Research einen sehr guten Bericht: The dollar in the long term: Geopolitics vs. technology.Dieser Bericht offenbart zwei langfristige Triebkräfte des US-Dollar-Wechselkurses: Technologie und Finanzen.

Hierbei ist Technologie die treibende Kraft für einen Anstieg des US-Dollars (sichtbar durch Kapitalzuflüsse in Aktienmärkte), Finanzen hingegen wirken als Abwärtskraft (ersichtlich durch Kapitalabflüsse aus der Verschuldung). Die entsprechenden Daten zeigen klar die Entwicklung dieses Kräftepaars in den letzten 20 Jahren auf:

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Die Wechselwirkung zwischen „Eigenkapitalfluss vs. Schuldenfluss“ beeinflusst direkt die Logik der US-Dollar-Wechselkurs-Bewertung.Warum ist der US-Dollar in diesem Jahr stark? Ein offensichtlicher Grund ist, dass unter dem AI-Trend große Mengen grenzüberschreitendes Kapital in die US-Aktienmärkte fließen; das Kapitalvolumen übersteigt bereits jenes der US-Staatsanleihen.

Wenn wir auf letztes Jahr zurückblicken, wurden zu diesem Zeitpunkt, beeinflusst vom Zollkrieg, grenzüberschreitende Kapitalabflüsse (insbesondere asiatische Kapitalströme) aus US-Staatsanleihen beobachtet und das Thema „Entdollarisierung“ entstand.Im Gesamtbild spiegeln die Wechselströme aus Aktien und Bonds in den USA die beiden treibenden Kräfte Technologie und Finanzen wider – beide sind in ständiger Bewegung.

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Darüber hinaus hilft die Analyseperspektive „Technologie+Finanzen“, um den US-Dollar-Wechselkurs einschätzen zu können.Wie sieht es in der zweiten Jahreshälfte aus? Der Autor sieht einige Punkte: 

1. Die positive Wirkung der Technologie auf den US-Dollar dürfte am Rand nachlassen.Eine beeindruckende Grafik von JPM zeigt dies hervorragend – US-Aktien werden immer unterschiedlicher bewertet, Halbleiteraktien steigen weiter (NVDA, MU etc.), während Cloud-Anbieter (META, AMZN) Kursschwankungen und Rückgänge erleben. In der vergangenen Woche zeigte der Quartalsbericht von Google erstmals einen negativen Free Cash Flow; die Differenz der Free Cash Flows beider Aktienkategorien wird immer deutlicher.

Um es klar zu sagen: „Die Verkäufer von Schaufeln machen mehr Geld als die Goldgräber.“ Ein solches Phänomen gab es auch 1999-2000 (siehe Analyse von JPM). Dies erinnert uns daran, dass der Beitrag von AI und Technologie zur Stärke des US-Dollar nur noch am Rand wirksam sein könnte.

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2. Mit anhaltend hohen Zinsen bei US-Staatsanleihen könnten Sorgen um die US-Finanzlage zurückkehren.Obwohl der Markt derzeit wenig Aufmerksamkeit auf die Nachhaltigkeit der US-Staatsanleihen legt, könnten angesichts der Tatsache, dass die US-Zinskurve auf das hohe Niveau vor den Zinssenkungen zurückkehrt, diese Bedenken bald wieder aufkommen.

Ein abgeleitetes Thema ist der aktuelle 301-Zoll.Falls eine „Trump-Regierung“ die 301-Untersuchung zum Anlass nimmt und gegenüber Europa und Kanada höhere Zölle erhebt, scheint dies zunächst positiv für den US-Dollar und negativ für andere Währungen. Doch wenn Europa als Gegenmaßnahme die „Veräußerung von US-Staatsanleihen“ als ultimatives Instrument einsetzt (oder der Markt so etwas erwartet), wird der US-Dollar zweifellos unter größerem Druck stehen.

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Kurzfristig gibt es einen geopolitischen Risikopreis im US-Dollar (US-Iran-Konflikt), der Dollar wird deshalb wohl nicht schnell schwächer.Doch mit der Randdynamik von „Technologie+Finanzen“ fühlt der Autor, dass der Höhepunkt des US-Dollar-Index im Laufe des Jahres bereits erreicht worden sein könnte.Im zweiten Halbjahr lohnt sich ein Blick auf die Erholungschancen des Euro, zudem könnten die zuletzt gedrückten Edelmetalle im zweiten Halbjahr „positiv überraschen“.

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Zusammenfassung des heutigen Beitrags:

1. Die beiden langfristigen Triebkräfte des US-Dollar-Wechselkurses: Technologie und Finanzen.Technologie ist die aufwärtsgerichtete Kraft, Finanzen die abwärtsgerichtete Kraft. Beide bewegen sich dynamisch; ihr Zusammenspiel hilft, die Wechselkursentwicklung der letzten Jahre zu verstehen;

2.Durch den Blickwinkel „Technologie+Finanzen“ lassen sich Ausblicke auf den US-Dollar-Wechselkurs gewinnen:Technologie könnte ihren positiven Effekt nur noch marginal entfalten („Die Verkäufer von Schaufeln machen mehr Geld als die Goldgräber“); zudem könnten Sorgen um die US-Finanzlage bei anhaltenden hohen US-Zinsen zurückkehren;

3. Kurzfristig weist der US-Dollar einen geopolitischen Risikopreis auf und könnte nicht schnell schwächer werden. Angesichts der Randdynamik der beiden Kräfte könnte der Höhepunkt des US-Dollar-Index jedoch bereits zur Jahresmitte erreicht sein.Im zweiten Halbjahr lohnt sich ein Blick auf die Erholungschancen des Euro; zudem könnten die Edelmetalle, die seit einem halben Jahr gedrückt waren, „positiv überraschen“.


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