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Institutionen erhöhen das erwartete Öldefizit für 2026 auf 1,5 Millionen Barrel pro Tag, doch das Risiko eines Überschusses bleibt 2027 bestehen.

Institutionen erhöhen das erwartete Öldefizit für 2026 auf 1,5 Millionen Barrel pro Tag, doch das Risiko eines Überschusses bleibt 2027 bestehen.

智通财经智通财经2026/07/23 10:16
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⑴ Eine Umfrage unter Analysten zeigt, dass der Konflikt im Nahen Osten dazu geführt hat, dass das erwartete globale Ölmarktdefizit für 2026 sich auf täglich 1,5 Millionen Barrel verdoppelt hat. Zuvor, vor Ausbruch des Iran-Krieges, war für 2026 noch ein täglicher Angebotsüberschuss von etwa 1,6 Millionen Barrel prognostiziert worden – die Umkehrung der Erwartungen ist damit deutlich. ⑵ Der Krieg mit dem Iran führte zur effektiven Schließung der Straße von Hormus, was die Rohölproduktion und den Export in der Golfregion stark einschränkte und dazu führte, dass Institute ihre kurzfristigen Angebotsprognosen massiv nach unten korrigierten. Der Brent-Ölpreis stieg im Juli kumuliert bereits um etwa 28 %, wobei im März der größte monatliche Anstieg seit 1988 verzeichnet wurde. ⑶ Mit Blick auf 2027 erwartet die Umfrage jedoch, dass der Markt wieder zu einem täglichen Überschuss von etwa 1,9 Millionen Barrel zurückkehrt. Maßgebliche Treiber sind das Wiederanlaufen der Exporte aus der Golfregion nach Normalisierung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus, der schrittweise Ausstieg der OPEC+ aus den Förderkürzungen, das anhaltende Produktionswachstum in den USA und Lateinamerika sowie die wegen des Elektrotrends nach unten korrigierte Nachfragenerwartung in China. ⑷ Analysen zufolge könnten die globalen Ölbestände bei normalisiertem Seeverkehr bis Ende des ersten Quartals 2027 wieder das Februar-Hoch von 2026 erreichen und danach sogar ein neues Rekordniveau über dem bisherigen Hoch während der COVID-19-Pandemie von 2020 erklimmen. Diese Perspektive hängt jedoch stark von der Geschwindigkeit der Verkehrsnormalisierung in der Straße von Hormus und der Bereitschaft der Reedereien zur Rückkehr auf diese Route ab. ⑸ Aus Handels­perspektive befindet sich der Markt derzeit im Spannungsfeld zwischen kurzfristigem Angebotsschock und dem Erwartungsbild eines zukünftigen Überschusses. Jeglicher substanzielle Fortschritt bei Waffenstillstand oder Wiederaufnahme der Schifffahrt könnte einen raschen Rückgang der Ölpreise auslösen, während eine erneute Verschärfung der geopolitischen Lage die Risikoprämien weiter stützen dürfte.
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