Der Anstieg der Ölpreise stockt, aber Volatilitätsindikatoren senden Warnsignale
Quelle: Globale Marktberichterstattung
Nachdem die Brent-RohölFutures in der vergangenen Woche um nahezu 16% gestiegen sind, agieren Händler vorsichtig beim weiteren Einstieg, da befürchtet wird, dass bei einer möglichen Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den USA und Iran Nachrichten die Marktentwicklung rasch beeinflussen könnten. Ein Indikator zur Messung der Rohölvolatilität zeigt jedoch, dass das Risiko eines erneuten Preissprungs weiterhin besteht, und der anhaltende Konflikt belastet das fragil gewordene Börsenumfeld.
Frühere Auseinandersetzungen zwischen den USA und Iran hatten kaum Auswirkungen auf die Aktienmärkte, da erwartet wurde, dass ein Waffenstillstandsabkommen eine rasche Rückkehr zum Normalbetrieb der Schifffahrt durch die Straße von Hormus ermöglicht. Frühe Daten unterstützten diese optimistische Stimmung teilweise, doch inzwischen hat sich die Lage so sehr verschlechtert, dass der Schiffsverkehr fast zum Erliegen gekommen ist. Polymarket-Kontrakte zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr der Schifffahrt zur Normalität bis zum 1. September nur bei 8% liegt, während sie Mitte Juni noch bei 70% lag.
Die starke Korrektur im globalen Halbleitersektor scheint vor allem auf die Schließung von gehebelten Positionen sowie auf schnelle strukturelle Veränderungen innerhalb des KI-Ökosystems zurückzuführen zu sein. Hohe Energiepreise schwächen zudem die Erwartungen einer globalen Inflationsentspannung und zwingen die Zentralbanken zur Fortsetzung ihrer restriktiven Politik, wodurch die Fehlertoleranz der Aktienmärkte begrenzt bleibt. Da die Kraftstoffpreise die kurzfristigen Rohölpreise übersteigen, steigt das Risiko weiterer Ölpreisanstiege. Gleichzeitig hat die Volatilität von Rohöl erneut die Marke von 60 überschritten.
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