JPMorgan optimistisch gegenüber südkoreanischen Aktien: Hebeldruck deutlich abgebaut, Übergewichtung beibehalten
BlockBeats News, 21. Juli: JPMorgan Chase erklärte in seinem neuesten Südkorea-Aktien-Strategiebericht, dass die Fundamentaldaten des südkoreanischen Marktes solide bleiben. Der jüngste deutliche Rückgang des KOSPI war eher auf die Entschuldung von Fonds mit hoher Hebelwirkung, das passive Abwickeln von gehebelten ETFs sowie auf Anpassungen von Hedgefonds-Positionen zurückzuführen, die sich gegenseitig verstärkt haben. Die Bank hält an ihrer Übergewichts-Einstufung für den südkoreanischen Markt fest und gibt ein 12-Monats-Ziel für den KOSPI von 12.500 Punkten aus.
Der Bericht stellt fest, dass der KOSPI seit seinem Höchststand am 22. Juni um etwa 28 %-29 % gefallen ist. Die erste Korrektur war auf normale fundamentale Bedenken und eine Umschichtung der Fonds zurückzuführen. Mit zunehmender Volatilität gerieten jedoch die Positionen von gehebelten ETFs, Long-Short-Aktienfonds und Makrofonds unter Druck, was zu einem weiteren Abschwung des Marktes führte. JPMorgan Chase ist der Ansicht, dass es sich eher um eine Entschuldung in überlaufenden Trades handelt und nicht um eine systemische Umkehr der Logik südkoreanischer Vermögenswerte.
Bezüglich des Entschuldungsfortschritts hat sich der Druck deutlich verringert. JPMorgan Chase schätzt, dass das Volumen relevanter südkoreanischer gehebelter ETFs von einem Höchststand von etwa 50 Milliarden Dollar auf rund 26 Milliarden Dollar gesunken ist, was einem Entschuldungsfortschritt von etwa 75 % entspricht. Long-Short-Aktienfonds haben sich um mehr als die Hälfte entschuldet, wobei das Long-Short-Verhältnis im JPM Prime-Buch von über 5,5-fach auf unter 4-fach zurückgegangen ist.
Auch der Hebeleinsatz privater Anleger stellt kein systemisches Risiko dar. Das Finanzierungsvolumen in Südkorea ist von einem Höchststand von über 25 Milliarden Dollar auf etwa 21 Milliarden Dollar gesunken, was nur 0,5 % der gesamten Marktkapitalisierung entspricht und damit deutlich unter dem Niveau in den USA liegt. Der Bericht stellt fest, dass der Finanzierungsdruck hauptsächlich auf den Nebenwerte-Markt KOSDAQ konzentriert ist und die Auswirkungen auf große KOSPI-Werte begrenzt sind.
Was die ausländischen Abflüsse angeht, so haben die ausländischen Kapitalabflüsse aus Südkorea seit Jahresbeginn 110 Milliarden Dollar überschritten, wobei etwa 90 % davon von zwei führenden Depotwerten stammen. JPMorgan Chase ist der Meinung, dass dieser Verkaufsdruck nicht vollständig eine negative Sicht auf die Fundamentaldaten widerspiegelt, sondern dadurch entstanden ist, dass zuvor relevante Aktien mit hohem Gewicht im MSCI EM vertreten waren und so an jeweilige Haltegrenzen langfristiger Fonds gestoßen sind. Mit dem Rückgang der Aktienkurse und der Indexgewichtung hat sich der Zwangsverkaufsdruck verringert.
Fundamental bleibt JPMorgan Chase hinsichtlich der mittelfristigen Aussichten für Südkorea optimistisch. Der Bericht erklärte, dass die globale Ausgaben für KI, Sicherheits- und Resilienzmaßnahmen, der Wohlstandseffekt bei Unternehmen und Haushalten sowie die Reform der Unternehmensführung in Südkorea den Aktienmarkt weiterhin stützen werden. Auch wenn der Markt zuletzt die Monetarisierung von KI-Modellen erneut bewertet hat, bleibt auf Ebene der Cloud-Service-Provider die Wirtschaftlichkeit der Rechenzentrumsvermietung stabil, und Hyperscaler investieren mit ungebremstem Schwung weiter in KI-Infrastruktur.
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