Nordkoreanischer Hacker verschafft sich Zugang zu MetaMask für Code-Entwicklung, keine Berichte über Daten- oder Geldverluste
Am 19. Juli entdeckte der MetaMask-Entwickler Consensys, dass ein nordkoreanischer Hacker unter einer falschen Identität in das MetaMask-Team eingeschleust worden war. Er arbeitete etwa einen Monat lang mit und war an der Entwicklung des Kern-Wallet-Codes beteiligt. Die Person verwendete den Namen "Tyler Knapp" und trat über einen Auftragnehmer als Berater bei, wobei sie ein GitHub-Konto unter dem Namen imyugioh nutzte und vom 9. März bis April Code einreichte. Der vom Hacker bearbeitete Code bezog sich auf die Übertragung zwischen Krypto-Vermögenswerten und Fiatwährungen. Nach Feststellung des Risikos entzog Consensys dem Hacker umgehend den Zugang und wies die Mitarbeitenden an, Produkteinführungen zu pausieren und jeglichen Kontakt mit der Person zu vermeiden. Zudem wurde der Vorfall den Strafverfolgungsbehörden gemeldet. Der General Counsel von Consensys, Matt Corva, erklärte, dass die Untersuchung bestätigte, dass keine Vermögenswerte oder Daten missbraucht wurden, kein bösartiger Code eingesetzt wurde und die Sicherheit sowie die Gelder der Nutzer nicht beeinträchtigt waren. Das Unternehmen überprüft aktuell die Prozesse für Hintergrundprüfungen bei Auftragnehmern. TRM Labs merkte an, dass die Arbeitsumgebung von Entwicklern inzwischen zu einem wichtigen Einstiegspunkt für Angreifer geworden ist, um Schlüssel und Systeme zur Genehmigung von Abhebungen bei Kryptounternehmen zu erlangen. Zuvor hatte ein von Ethereum finanziertes Projekt unter 53 Krypto-Projekten 100 mutmaßliche nordkoreanische IT-Spezialisten identifiziert.
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