Daten: Hebelwirkung statt Spot-Nachfrage treibt Bitcoin an, wertbasierte und Momentum-Käufer bleiben weiterhin abwartend
ChainCatcher berichtet, dass laut einem Forschungsbericht von NYDIG Bitcoin im zweiten Quartal 2026 um 13,4 % gefallen ist und der Rückgang seit Jahresbeginn auf 32,9 % angestiegen ist, während der Nasdaq 100 Index im selben Zeitraum um 27,7 % gestiegen ist und Technologiewerte sogar um 43,5 % zugelegt haben. Dies zeigt, dass der aktuelle Rückgang nicht auf makroökonomische Risikoaversion zurückzuführen ist, sondern auf einen spezifischen Angebotsdruck von Bitcoin.
Der Hauptdruck kommt durch Strategy (MSTR), die das „Digital Credit Capital Framework“ eingeführt hat und autorisiert wurden, etwa 1,25 Milliarden US-Dollar an Bitcoin zu verkaufen, um Verpflichtungen ihrer Kapitalstruktur abzudecken. Dies markiert, dass der bislang größte historische Randkäufer von kontinuierlicher Akkumulation zu aktiver Realisierung übergeht und der DAT-Komplex insgesamt vom Nachfrageantrieb zum Angebotsrisiko wechselt. Im Bereich ETF gab es im zweiten Quartal einen Nettoabfluss von 4,9 Milliarden US-Dollar bei US-Spot-Bitcoin-ETFs, während der Morgan Stanley Bitcoin Trust entgegen dem Trend einen Zufluss von 364,8 Millionen US-Dollar verzeichnete, was zeigt, dass die Vertriebskanäle weiterhin wettbewerbsfähig sind.
Im Derivatemarkt zeigt sich, dass bei schwacher Spot-Nachfrage sowie anhaltenden Abflüssen bei ETFs und Stablecoins die positive Funding Rate zusammen mit dem Wiederanstieg der offenen Positionen darauf hindeutet, dass gehebelte Long-Positionen wieder aufgebaut werden. Es besteht das Risiko, dass eine passive Liquidation eine neue Abwärtswelle auslöst. Der Bitcoin-Kurs liegt aktuell 54,3 % unter dem Allzeithoch von 126.000 US-Dollar, das am 6. Oktober 2025 erreicht wurde, wobei der Rückgang im Vergleich zu den Zyklen 2018 und 2022 von etwa 70 % allmählich geringer ausfällt.
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