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CPI-Kühlung! Walsh kauft es nicht ab?

CPI-Kühlung! Walsh kauft es nicht ab?

美投investing美投investing2026/07/15 02:09
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Von:美投investing
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Juni CPI & US Federal Reserve

Der CPI in den USA ist im Juni im Jahresvergleich um 3,5 % gestiegen und gegenüber dem Vormonat um 0,42 % gesunken. Der Kern-CPI ist im Jahresvergleich um 2,6 % gestiegen, auf monatlicher Basis gab es einen leichten Rückgang um etwa 0,02 %. Insgesamt betrachtet stiegen die Kern-Dienstleistungen nicht weiter und die Energiesparte kühlte erheblich ab. Diese beiden Faktoren sind die größten Treiber für den Rückgang der Inflation im Juni und bilden die Grundlage für einen weiteren Rückgang.

Schauen wir uns zunächst die wichtigsten Kern-Dienstleistungen an: Diese stiegen gegenüber dem Vormonat nur um etwa 0,02 %. Die gewichtete Unterkategorie mit dem höchsten Anteil, die Wohnmiete, stieg im Juni um 0,04 % gegenüber dem Vormonat, verglichen mit 0,11 % im Mai und 0,21 % im April, was deutlich kühler war. Man kann sagen, dass die Wohnmiete meine Analyse zum PCE im Mai bestätigt; zumindest behindert sie die Verbesserung des CPI nicht länger anhaltend, was sehr bedeutend ist.

Die zweitwichtigste Kern-Dienstleistung, das Gesundheitswesen, zeigte nach einem starken Anstieg im Mai im Juni einen leichten Rückgang gegenüber dem Vormonat. Die Nettoveränderung ist deutlich und trägt als wichtiger Treiber zum Rückgang des gesamt-CPI und der Dienstleistungskategorie bei.

Die dritt- und viertwichtigsten Kern-Dienstleistungen sind Transport und Bildung/Kommunikation. Beide Hauptkategorien verzeichnen im Juni ebenfalls einen Rückgang gegenüber dem Vormonat, insbesondere die Kfz-Versicherungen und Handytarife sind stark gesunken.

Für die eher „klebrigen“ Dienstleistungskategorien bedeuten die bedeutenden Unterpunkte wie Wohnen und Gesundheitswesen sowie die weniger gewichteten wie Bildung/Kommunikation und Transport, dass diese alle rückläufig sind. Das liefert aussagekräftige Daten für weiteren Inflationsrückgang.

Schauen wir uns nun die Preisentwicklung der Kernwaren an, die sensibel gegenüber Zöllen und Kriegen sind.

Die gesamten Kernwarenpreise setzen den Abkühlungstrend seit Mai fort. Die größte Nettoveränderung verzeichnen Bekleidung und Unterhaltungswaren.

Bei Bekleidung ist der monatliche Trend von einem Anstieg auf einen Rückgang umgeschlagen, die Nettoveränderung beträgt 0,02 %, was einen deutlichen Abkühlungseffekt zeigt. Der Haupttreiber sind Preisrückgänge bei Herrenbekleidung, Schuhen und Schmuck/Uhren.

Eine weitere Unterkategorie, Unterhaltungswaren, weist etwa die gleiche Nettoveränderung von 0,02 % auf, allerdings in die entgegengesetzte Richtung: Hier wurde der Rückgang von einem Anstieg abgelöst, hauptsächlich getrieben durch höhere Preise für Haustierbedarf und Spielzeug.

Objektiv betrachtet sind diese beiden Kategorien stark von Zöllen beeinflusst, allerdings neutralisieren sie sich durch die gegensätzlichen Bewegungen und aufgrund ihres geringen Gewichts halte ich ihren Gesamteinfluss für begrenzt – betrachten Sie dies einfach als Referenz.

Insgesamt betrachtet setzt der Juni-CPI den positiven Trend des PCE aus dem Mai fort und ist sehr eindrucksvoll. Nach Veröffentlichung der Daten sank die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Juli von fast ausgeglichen gestern auf ein Verhältnis von 9:1; der Markt wettet darauf, dass die US Federal Reserve im Juli keine Zinserhöhung vornimmt. Doch für Dezember bleibt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei über 80 %, was bedeutet, dass die Federal Reserve die Zinserhöhung nicht aufgibt, sondern auf September oder Oktober verschiebt, um den Inflationsrückgang zu beschleunigen.

Hier ergibt sich eventuell eine Frage: Ist die Inflation nicht bereits verbessert? Warum will die Federal Reserve trotzdem die Zinsen erhöhen?

Tatsächlich verbessert sich die Inflation, ist aber noch weit vom gesetzlichen Ziel der Federal Reserve von 2 % entfernt. Zudem dauert die hohe Inflation in den USA bereits mehrere Jahre an. Der Kongress hinterfragt weiterhin die dualen Ziele der Federal Reserve, nämlich Preisstabilität und Vollbeschäftigung.

Heute betonte Walsch während einer Kongressanhörung nochmals die Null-Toleranz der Federal Reserve gegenüber der Inflation und versprach, mit den verfügbaren Mitteln die Preisstabilität zu gewährleisten, klebrige Preise zu brechen und das Ziel von 2 % wieder zu erreichen.

Was die Haltung von Walsch betrifft, so geht Jason eher davon aus, dass die Federal Reserve dieses Jahr noch Zinsanhebungen vornehmen könnte. Doch solange die Inflation sich wie heute weiterhin verbessert und zurückgeht, kann zumindest die Häufigkeit und das Ausmaß der Erhöhungen schrumpfen. Dadurch kann die Inflation schnell auf das Zielband zurückkehren, und die Federal Reserve hätte eine datenbasierte Grundlage, um nächstes Jahr wieder eine lockerere Politik zu starten. Sowohl die Aktien- als auch die Anleihenmärkte können sich dann nachhaltiger und gesünder entwickeln und nicht wie bisher ständig mit einem Damoklesschwert über sich.

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