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Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran flammt erneut auf, der Goldpreis fällt wieder! Warum funktioniert die Logik "Kanonen donnern, Gold gewinnt" nicht mehr?

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran flammt erneut auf, der Goldpreis fällt wieder! Warum funktioniert die Logik "Kanonen donnern, Gold gewinnt" nicht mehr?

新浪财经新浪财经2026/07/14 03:37
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Von:新浪财经

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran flammt erneut auf, der Goldpreis fällt wieder! Warum funktioniert die Logik

  Quelle: Allgemeine Tageszeitung

  Nachrichtenagentur Xinhua berichtet: Am 11. Juli Eastern Standard Time verkündete das US-Zentralkommando, dass die US-Streitkräfte ab 19:15 Uhr Angriffe gegen Iran starteten und damit am selben Tag den dritten Angriff dieser Woche gegen Iran vollendeten und etwa 140 iranische Militärziele trafen. Iran selbst startete daraufhin eine Reihe von Angriffen auf US-Ziele im Nahen Osten, um auf die Angriffe der US-Streitkräfte zu reagieren. Die Marine der Iranischen Revolutionsgarde gab am frühen Morgen des 12. Juli bekannt, dass die Straße von Hormus ab sofort geschlossen wird, bis eine neue Mitteilung erfolgt und die USA ihre Intervention in dieser Region einstellen.

  Der internationale Ölpreis stieg daraufhin sprunghaft an. Am 13. Juli legten die WTI Öl-Futures am Nachmittag zeitweise um bis zu 5% zu. Doch der traditionelle Fluchtwert Gold wurde stark verkauft – Spot-Gold erreichte ein Tief von 4043 US-Dollar je Unze, der Tagesverlust betrug zeitweise 58 US-Dollar und durchbrach die Marke von 4100 Dollar nach unten.

  Goldpreis-Entwicklung

  Die einfache Erfahrung „Kanonen donnern, Gold wird teuer“ funktioniert diesmal nicht. Bereits Anfang März, als der Konflikt zwischen USA und Iran eskalierte, fiel der Goldpreis zeitweise stark. Warum sinkt Gold immer mehr, je gravierender die geopolitische Krise wird? Die Antwort liegt in einer kontraintuitiven Übertragungskette.

  

Dreifache Übertragungsmechanik: Wie wird der Ölpreis zur „Zwangsjacke“ für Gold?

  Der unmittelbare Auslöser des spektakulären Goldpreisabsturzes ist der Ölpreisanstieg, ausgelöst durch den Konflikt zwischen USA und Iran. Diese Logik funktioniert in drei Schritten:

  Erster Schritt: Anstieg der Realzinsen. Die Straße von Hormus ist verantwortlich für rund ein Drittel des weltweiten Seehandels mit Öl; eine Blockade erhöht den Energieinflationsdruck stark. Der Markt spekuliert darauf, dass die Federal Reserve gezwungen sein könnte, zur Eindämmung der Inflation die Leitzinsen zu erhöhen. Das CME-Zinsbeobachtungstool zeigt, dass nach der Zuspitzung des Konflikts zwischen USA und Iran die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen im Juli unverändert bleiben, auf 64% sinkt, während die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 35% steigt. Gold ist eine nicht verzinste Anlage, je höher der Leitzins, desto größer die Opportunitätskosten des Besitzes von Gold, also leidet dessen Bewertung.

  Zweiter Schritt: Erstarken der Dollarbewertung. Gold und Dollar bewegen sich im „Wippeffekt“. Zinserwartung treibt den Dollar-Index, und Gold wird in Dollar bewertet; ein starker Dollar bedeutet, Gold wird „teurer“, was die Nachfrage außerhalb der USA direkt belastet.

  Dritter Schritt: Steigende Haltekosten. Ist die Kette Ölpreis→Inflation→Zinserwartung einmal etabliert, verliert Gold als nicht verzinste Anlage an Attraktivität, und Kapital strömt in Hochzinsanlagen wie US-Staatsanleihen und Geldmarktfonds, Gold-ETFs verzeichnen Abflüsse, was weitere Verkaufsdruck verstärkt.

  Kurz gesagt: USA-Iran-Krieg→Ölpreisexplosion→Inflationsängste wegen Zinsen→starker Dollar, steigende Zinsen→fallendes Gold. Die Flucht-Euphorie wurde von Zinssorgen übertroffen und das ist das zentrale Dilemma des aktuellen Goldmarkts.

  

Die „Worsch-Ära“ der Federal Reserve: Die Märkte verlieren ihren „Ankerpunkt“

  Wenn der Ölpreis der Auslöser ist, dann ist die Politikwende des neuen Fed-Präsidenten Kevin Worsch der „institutionelle Hintergrund“, der den Goldpreis weiter in den Abgrund drückt.

  Worsch ist ein Anhänger des Monetarismus von Milton Friedman und hat die Fed nach Amtsantritt mit drei Reformen umgestaltet:

  Erstens: Ende der Forward Guidance. Worsch erklärte auf dem Forum der Europäischen Zentralbank am 1. Juli ausdrücklich, die Fed werde den Märkten keinen Zinsausblick mehr geben und entscheide nur noch von Sitzung zu Sitzung anhand aktueller Wirtschaftsdaten. Die politischen Erklärungen wurden von über 300 auf etwa 130 Wörter gekürzt und alle Hinweise zu künftigen Zinsanpassungen gestrichen.

  Zweitens: Verzicht auf „Dot Plot“. Worsch selbst lehnt Zinsprognosen ab und sagt: „Dot Plot ist mit Bleistift geschrieben und kann gelöscht werden.“ Die persönliche Prognose des Vorsitzenden sei für die Umsetzung der Politik nicht hilfreich.

  Drittens: Betonung der Unabhängigkeit der Zentralbank. Angesichts des Drucks des Präsidenten für weitere Zinssenkungen antwortete Worsch öffentlich: „Die Fed war immer unabhängig und wird es weiterhin bleiben. Sie werden keine Änderungen sehen.“

  Die Märkte waren über zehn Jahre an die „Fed-Abhängigkeit“ gewöhnt – bei Unsicherheit wurde auf die Federal Reserve als Sicherheitsnetz gesetzt. Nachdem Worsch das Erwartungsfenster geschlossen hat, fehlt den Anlegern die klare politische Wegbeschreibung und sie müssen sich alleine an jedem Inflationsdatenpunkt orientieren und spekulieren. Die Unsicherheit steigt. Jede kleinere Bewegung löst extreme Verkäufe aus – Gold ist in dieser neuen Marktform der bedeutendste Verlierer.

  

Charttechnik und Kapitalströme: Wie weit ist die Gegenbewegung entfernt?

  Von der Charttechnik betrachtet nähert sich der Goldpreis der runden 4000-Dollar-Marke und erreicht ein Jahrestief. Die Analyse der China International Capital Corp zeigt, dass bei etwa 4000 Dollar bereits 3–4 mögliche Zinserhöhungen eingepreist sind, was die tatsächlichen Erwartungen der Zins-Futures übersteigt – es besteht offensichtliche „Überbewertung“.

  Kapitalseitig sind die hochgewichteten Goldpositionen der vergangenen Monate bereits stark angepasst worden. Bis zum 26. Juni reduzierte der SPDR Gold-ETF mehrere Tage in Folge die Bestände und liegt leicht unter dem angemessenen Niveau für ein neutrales Zinsumfeld.

  Was bedeutet das? Kurzfristig ist die Zinserwartung ausreichend, ja sogar überbewertet. Sollten Ölpreise fallen oder US-Inflationsdaten sich entspannen, könnte Short-Covering zu einer temporären Gegenbewegung führen. Dennoch ist kurzfristiges „Bottom Fishing“ riskant, denn unter Worschs datenabhängiger Reform könnten jede unerwartete Inflationsdaten neue Verkaufswellen auslösen.

  

Mittelfristig und langfristig: Hat sich die grundlegende Logik von Gold geändert?

  Kurzfristig ist die Logik zwar Gegenwind, aber die fundamentalen Gründe für eine mittel- bis langfristige Goldpositionierung sind nicht zusammengebrochen.

  Erstens: Die „Entdollarisierung“ bleibt intakt. Seit dem Einfrieren der russischen Devisenreserven 2022 wurde der globale Zentralbank-Goldkauf zu einem strukturellen Faktor. Im ersten Quartal 2026 beschleunigte die chinesische Zentralbank drei Monate in Folge ihre Goldkäufe; die Nettoimporte Chinas beliefen sich auf 317 Tonnen, was fast eine Verdreifachung gegenüber dem Vormonat bedeutet. Eine Umfrage des World Gold Council zeigt, dass 89% der befragten Zentralbanken erwarten, dass die weltweiten Goldreserven im kommenden Jahr weiterhin steigen werden.

  Zweitens: Die Worsch-Reform erhöht kurzfristig die Unsicherheit, aber langfristig könnte eine Rückkehr zu „regelbasierten“ statt „situationsbedingten“ Fed-Entscheidungen einen klaren Makro-Anker bieten, was die langfristige Neubewertung von Gold unterstützen könnte.

  Drittens: Die Erfahrung zeigt, dass durch Krieg ausgelöste Liquiditätskrisen oft „erst fallen, dann steigen“ – nach der Finanzkrise 2008, der Pandemie 2020 und dem Ausbruch des Russland-Ukraine-Konflikts 2022 fiel Gold kurzfristig stark und stieg dann signifikant. Die aktuellen Verkäufe stammen meist von Hedgefonds, die die Hebelwirkung reduzieren und von mechanischen Stop-Lossen, und nicht von systematischen Abzügen durch Zentralbanken oder langfristige Investoren.

  Zusammenfassend: Kurzfristig zählt der Zins, langfristig das Vertrauen. Kurzfristig wird der Goldpreis durch Zinserwartungen und die „Worsch-Fed“ unter Druck gesetzt; der Markt verliert den „Anker“ und die Volatilität ist unvermeidlich. Langfristig bleibt die Unterstützung durch Entdollarisierung und den globalen Zentralbankgoldkauf intakt. Sobald die übertriebenen Zinserwartungen korrigiert werden, könnten neue Gegenbewegungen entstehen.

Redakteur: Zhu Hanan

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