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Der OPEC-Monatsbericht offenbart ein neues Kapitel im Produktionswettstreit: Die Produktion der Vereinigten Arabischen Emirate steigt stark an, während Saudi-Arabien kürzt. Die angespannte Lage in der Straße von Hormus wirft einen Schatten auf die Versorgungsaussichten.

Der OPEC-Monatsbericht offenbart ein neues Kapitel im Produktionswettstreit: Die Produktion der Vereinigten Arabischen Emirate steigt stark an, während Saudi-Arabien kürzt. Die angespannte Lage in der Straße von Hormus wirft einen Schatten auf die Versorgungsaussichten.

汇通财经汇通财经2026/07/13 13:31
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⑴ Die neueste Monatsberichterstattung der Organisation erdölexportierender Länder zeigt, dass die tägliche Rohölförderung der Vereinigten Arabischen Emirate im Juni deutlich um 1,707 Millionen Barrel auf 3,818 Millionen Barrel gestiegen ist – der höchste Stand seit April 2020. Dieser sprunghafte Anstieg folgt direkt auf die Entscheidung des Landes, Ende April aus der OPEC auszutreten.⑵ Der Produktionsanstieg der Vereinigten Arabischen Emirate ist hauptsächlich auf die Lockerung der Durchfahrt durch die Straße von Hormus während des vorübergehenden Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran zurückzuführen. Dadurch konnte das Land seine Exportkapazitäten ausweiten: Nicht nur wurde die eigene Flotte von Öltankern stärker genutzt, sondern es wurden auch zusätzliche Schiffe – darunter mehrere vom südkoreanischen Sinokor-Konzern betriebene – gechartert. Teilweise wurden die Ortungssignale einiger Frachten sogar abgeschaltet, um Aufmerksamkeit zu vermeiden.⑶ Die Angebotsstruktur der Region zeigt deutliche Differenzierungen: Kuwait steigerte die tägliche Fördermenge im Juni auf 1,394 Millionen Barrel, im Irak blieb sie stabil bei 2,09 Millionen Barrel. Im Gegensatz dazu nahm Saudi-Arabien seine Produktion drastisch um 373.000 Barrel auf 6,637 Millionen Barrel pro Tag zurück. Dies verdeutlicht unterschiedliche Strategien ehemaliger OPEC-Kernmitglieder im Wettbewerb um Marktanteile.⑷ Allerdings hat das Aufflammen der Kämpfe rund um die Straße von Hormus die jüngst wiederhergestellten Aussichten für die regionale Versorgung eingetrübt. Die Gefechte zwischen den USA und dem Iran am Wochenende sowie die jüngsten entschlossenen Äußerungen Irans führten zu einem Ölpreisanstieg von etwa 4 %, während die Sorge um eine Unterbrechung globaler Energietransportrouten wieder zunimmt.⑸ Die Vereinigten Arabischen Emirate stehen vor einer erheblichen Herausforderung, ihre Exporte auf hohem Niveau aufrechtzuerhalten. Sollte die Sicherheit der Schiffspassage durch die Straße von Hormus nicht gewährleistet sein, könnten trotz ausreichender Produktionskapazitäten Transportengpässe das tatsächliche Angebot einschränken, und die geopolitische Risikoprämie am Ölpreis dürfte kurzfristig nicht verschwinden.⑹ In dieser Woche werden die Märkte den tatsächlichen Schiffsverkehr durch die Straße sowie Schlüsselereignisse wie die US-Verbraucherpreisdaten und die Anhörung des Fed-Vorsitzenden vor dem Kongress genau beobachten. Geopolitische Unsicherheiten auf der Angebotsseite und erwartete politische Maßnahmen auf der Nachfrageseite werden weiterhin für hohe Volatilität bei Rohöl und verwandten Vermögenswerten sorgen.
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