Das Kreditlimit der südkoreanischen Banken ist zu 85% ausgeschöpft, der Hebel für Börsenfinanzierungen droht zu versiegen, Aktienhandel auf Kredit könnte zum Stillstand kommen!
Der Kreditspielraum im südkoreanischen Bankensystem schrumpft rapide, die Begeisterung für den Markteintritt von gehebeltem Kapital steht vor einer erzwungenen Abkühlung.
Die fünf größten Geschäftsbanken Südkoreas haben im ersten Halbjahr bereits über 85% des jährlichen Wachstumsrahmens für Privatkredite ausgeschöpft, wobei zwei Banken sogar das Jahreslimit überschritten haben. Vor dem Hintergrund strenger regulatorischer Wachstumsziele gibt es für Banken im zweiten Halbjahr nahezu keinen Spielraum mehr für neue Kreditvergaben, sodass der Markt einen "Kreditabbruch" für die zweite Jahreshälfte prognostiziert; gehebelte Mittel, die über Kredite in den Aktienmarkt fließen, stehen unter deutlichem Rückzugsdruck.
Die zwei Haupttriebkräfte für das schnelle Wachstum der Kreditvergabe sind nach wie vor die anhaltend hohe Nachfrage nach Immobilienkrediten sowie Kreditdarlehen für direkte Markteintritte. Obwohl die Banken zu Jahresbeginn das Kreditvergabetempo gedrosselt haben, sind beide Nachfragen kaum zurückgegangen, was letztlich zu einem kontinuierlichen Anstieg des Kreditvolumens im ersten Halbjahr führte.
Für Investoren, die auf Kreditfinanzierung mit Hebelwirkung in den Aktienmarkt setzen, wird sich der verfügbare externe Finanzierungskanal im kommenden Halbjahr deutlich verengen.
Rahmen fast erschöpft: 85% schon im ersten Halbjahr genutzt
Laut Angaben der südkoreanischen Finanzbranche vom 12. Juli betrug das ausstehende Kreditvolumen der fünf größten Geschäftsbanken – KB Kookmin Bank, Shinhan Bank, Hana Bank, Woori Bank und NH Nonghyup Bank – für Privatkunden (ohne staatliche Kredite) am Ende des ersten Halbjahres 647,58 Billionen Won, was gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 3,70 Billionen Won bedeutet.
Die südkoreanischen Finanzaufsichtsbehörden haben zu Jahresbeginn strenge Mengensteuerungsziele für die Kreditvergabe an Privatkunden ausgegeben und das jährliche Wachstumsmaximum auf 1,5% festgelegt, was unterhalb des tatsächlichen Vorjahreswachstums von 1,7% liegt und dem Ziel dient, die zu schnelle Verschuldung der Haushalte einzudämmen. Nach diesem Richtwert können die fünf Banken jährlich insgesamt Kredite bis zu einem Volumen von etwa 4,34 Billionen Won neu vergeben. Die Limits der einzelnen Banken lauten: KB Kookmin Bank 909,2 Milliarden Won, Shinhan Bank 850 Milliarden Won, Hana Bank 880,5 Milliarden Won, Woori Bank 826,6 Milliarden Won und NH Nonghyup Bank 870 Milliarden Won.
Doch allein der Zuwachs von 3,70 Billionen Won im ersten Halbjahr entspricht bereits 85,3% des jährlichen Maximums. Der verbleibende Spielraum für das Jahr beträgt nur rund 639,5 Milliarden Won und ist auf sechs Monate verteilt extrem begrenzt.
Zwei Banken bereits über Limit, im zweiten Halbjahr müssen Bestände reduziert werden
Noch dringlicher ist, dass zwei der fünf Großbanken schon vor Ende des ersten Halbjahres das Jahresziel überschritten haben. Das bedeutet, dass diese beiden Banken im zweiten Halbjahr nicht nur keine neuen Kredite vergeben können, sondern auch bestehende Darlehen zurückführen müssen, um den Bestand wieder auf regelkonforme Werte zu senken.
Der Markt erwartet, dass die Banken gezwungen sind, die Kreditvergabe weiter zu straffen und vorrangig Kredite einzuziehen, was zu einem deutlich wahrnehmbaren "Kreditsturz" im kommenden Halbjahr führen wird. Für Investoren, die bereits Kredite für den Markteintritt genutzt haben oder dies planen, bedeutet dies eine echte Einschränkung der Finanzierungsmöglichkeiten.
Aktienmarkt-Hebelkapital unter Druck
Ein zentraler Faktor für den übermäßigen Anstieg der Privatkredite ist, dass Teile des Kapitals in den Aktienmarkt fließen. Die Nachfrage nach Immobilienkrediten bleibt hoch und gleichzeitig expandieren Kreditdarlehen für Investitionen in Aktien – gemeinsam treiben diese Faktoren das Kreditvolumen im ersten Halbjahr weiter nach oben.
Da die Kreditlimits der Banken bald erschöpft sind, wird die Nachhaltigkeit dieses Kapitalzuflusses direkt in Frage gestellt. Wenn die Banken im zweiten Halbjahr flächendeckend die Kreditvergabe weiter einschränken, wird sich der Margendruck der Marktliquidität allmählich auf den Aktienmarkt übertragen und das Wachstumspotenzial von Hebelkapital wesentlich begrenzt.
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