Morgan Stanley: Drei zentrale Faktoren könnten den Sommeraufschwung der US-Aktienmärkte beenden
Odaily berichtet, dass Andrew Sheets, globaler Leiter der Fixed-Income-Research bei Morgan Stanley, erklärte, dass die Bank drei Hauptrisiken genau beobachtet, die den Aktienmarkt im Sommer beeinträchtigen könnten; historisch gesehen ist der Sommer eigentlich die stärkste Saison für Aktienmärkte.
Das erste große Risiko ist ein erneutes Aufflammen der Konflikte mit Iran. Sheets erklärte: „Die strategischen Erdölreserven der USA sind auf ein historisch niedriges Niveau gesunken. Falls der Konflikt erneut eskaliert, könnte dies die Fähigkeit der USA, auf Schocks zu reagieren, erheblich schwächen.“
Das zweite große Risiko ist eine Zinserhöhung der US-Notenbank. Sheets wies darauf hin, dass die Erwartung, die Federal Reserve werde die Zinssätze bis Jahresende unverändert lassen, einer der Hauptstützen für den aktuellen Bullenmarkt an den Börsen sei. „Das Risiko besteht darin, dass diese Annahme falsch sein könnte – und das könnte schon bald deutlich werden. Es gibt durchaus die Sichtweise, dass, wenn die US-Notenbank um die Inflation besorgt ist, sie nicht zögern sollte zu handeln.“
Das dritte Risiko ist eine nachlassende Investitionsbereitschaft im Bereich der KI. Sheets sagte: „Das Risiko besteht darin, dass die Finanzergebnisse des zweiten Quartals eine vorsichtigere Ausgabenhaltung zeigen könnten, was möglicherweise daran liegt, dass die Aktienkurse einiger Unternehmen, die massiv in KI investiert haben, zuletzt schlecht abgeschnitten haben. Angesichts der aktuellen Wachstumsaussichten und Gewinnaussichten, die eng mit KI verknüpft sind und der starken Präferenz vieler Investoren für KI-Aktien, birgt diese Entwicklung Risiken.“
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