Der Goldpreis gerät unter Druck, eine erholungsbedingte Rallye wird in der zweiten Jahreshälfte erwartet.
Am 9. Juli 2026 setzte der Spotpreis für Gold seine Schwäche fort und fiel im Laufe des Handels auf etwa 4.080 US-Dollar. Der Preis für COMEX-Gold-Futures lag bei 4.080,3 US-Dollar pro Unze.
Nachrichtenlage: Am 8. Juli veröffentlichte die World Gold Association einen Bericht, der zeigt, dass im Juni globale Investoren ihre Bestände an Gold-ETF weiter reduziert haben; es gab einen Nettoabfluss von 8,9 Milliarden US-Dollar bei Gold-ETF weltweit. Im selben Monat sank das weltweit verwaltete Vermögen der Gold-ETF um 13% auf 526 Milliarden US-Dollar. Dank der starken Performance asiatischer Märkte verzeichneten die weltweiten Gold-ETF im ersten Halbjahr dennoch einen Nettozufluss von 8 Milliarden US-Dollar.
Cinda Futures weist darauf hin, dass der Goldmarkt im ersten Halbjahr 2026 eine dramatische Umkehr von Hausse zu Baisse erlebte; der Kernantrieb wechselte von Zinssenkungserwartungen zu Zinserhöhungsgeschäften, wobei die Finanzattribute sich vollständig umkehrten und der Goldpreis stark zurückging. Obwohl der Markt kurzfristig durch den starken US-Dollar und die Renditen von US-Staatsanleihen unter Druck steht, stützen die anhaltenden Goldaufkäufe der Zentralbanken weltweit sowie die zunehmend ausgeprägte Entdollarisierung die monetäre Eigenschaft von Gold. Sollte die Inflation in der zweiten Jahreshälfte ihren Höhepunkt erreichen oder eine schwächere Wirtschaft zu einer Korrektur der Zinserhöhungserwartungen führen, könnte sich der Goldpreis erholen; der Bereich von 3.800 bis 4.000 US-Dollar hat bereits einen mittelfristigen bis langfristigen Anlagewert gezeigt.
Verantwortlicher Redakteur: Zhu Henan
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