Mehr als 70 % des Handelsvolumens entfallen auf Samsung, SK Hynix und entsprechende gehebelte ETFs – Konzentrationsproblem am südkoreanischen Aktienmarkt verschärft sich
Quelle: Globale Marktberichterstattung
Im koreanischen Aktienmarkt mit einem Volumen von 4,3 Billionen US-Dollar jagen Privatanleger verzweifelt nach gehebelten ETF, sodass diese Produkte zusammen mit den beiden Chip-Aktien, die sie abbilden, inzwischen über 70% des Handelsvolumens ausmachen.
Dieses Phänomen hat Kritik daran ausgelöst, dass die Regulierungsbehörden solche hochriskanten Produkte zulassen. Ein Oppositionsabgeordneter hat sogar dazu aufgerufen, sie vom Markt zu nehmen. Seitdem die ETF, die die doppelte Tagesvolatilität von Samsung Electronics und SK Hynix abbilden, Ende Mai eingeführt wurden, hat die Volatilität deutlich zugenommen. Diese Produkte zielen darauf ab, mehr Privatanleger-Gelder in den lokalen Aktienmarkt zu lenken.
Samsung und Hynix sind in diesem Jahr beide zeitweise auf mehr als das Doppelte ihres Wertes gestiegen. Die genannten Produkte, die als Verstärker für steigende Chip-Aktien dienen, sind bei Privatanlegern sehr beliebt. Doch Bedenken über großangelegte Investitionen in KI machen diese Chip-Aktien extrem sensibel gegenüber Veränderungen in der Lieferkette und lösten größere Schwankungen der entsprechenden gehebelten ETF aus.
Laut den von Citic Lyon Securities Korea zusammengetragenen Daten machten am Tag vor dem Börsengang der beiden gehebelten ETF, also am 26. Mai, Samsung und Hynix zusammen 31% des gesamten Handelsvolumens des koreanischen Aktienmarktes aus. Zählt man die beiden ETF hinzu, erreichte dieser Anteil Ende Juni 84% und am Dienstag 73%, was das Problem der zunehmend starken Konzentration dieses weltweit wichtigsten Marktes deutlich macht.
„Gehebelte ETF bieten entsprechende Renditen: Letztlich muss jemand mehr kaufen, wenn die zugrunde liegenden Aktien steigen, und mehr verkaufen, wenn sie fallen, um eine konstante Hebelwirkung zu gewährleisten“, erklärt Ian Samson, Portfoliomanager bei Fidelity International. „Die Teilnahme der Privatanleger und die von neuen gehebelten Produkten verursachten Schwankungen verstärken nur die Volatilität, die durch die reale und bedeutende fundamentale Unsicherheit in der koreanischen Halbleiterindustrie ausgelöst wird.“
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