Apyx veröffentlicht den 2.0-Upgrade-Plan zur Neugestaltung des Rücknahmemechanismus, um Belastungstests und Risiken von Liquiditätsengpässen zu begegnen.
BlockBeats berichtet, dass Apyx am 16. Juni in seinem neuesten Beitrag mitteilt, nach dem größten Stresstest seit Juni offiziell das „Apyx 2.0“-Framework eingeführt zu haben. Damit wurde der Rückkaufsmechanismus, die Besicherungsstruktur und die Transparenzkennzahlen systematisch überarbeitet, um den zuvor aufgetretenen Entkopplungen beim Preis und Rücknahmepanik entgegenzuwirken.
Apyx erklärt, dass das Protokoll nach dem Start im Februar und dem Ausbau auf ein zirkulierendes Volumen von etwa 500 Millionen US-Dollar kürzlich erheblichen Marktdruck erlebte: Dabei verzeichnete STRC (das wichtigste Sicherungsvermögen) den größten Drawdown seiner Geschichte, apxUSD fiel am Sekundärmarkt zeitweise auf etwa 0,90 US-Dollar, und das Protokoll musste gleichzeitig eine Vielzahl von Rückgabeverlangen abwickeln, blieb dabei aber insgesamt zahlungsfähig.
Dieser Stresstest offenbarte, dass die zentrale Problematik im Design des Überbesicherungs-Puffers liegt. Apyx hebt hervor, dass bei extremen Marktbedingungen – sofern Rückgaben zum Nettovermögenswert (NAV) erlaubt werden – sich ein struktureller Anreiz zum „Arbitrage für frühe Rückgabende, Verluste für verbleibende Halter“ bildet, was Kapitalabflüsse beschleunigt und das Systempuffer angreift.
Deshalb führt Apyx 2.0 ein „zweistufiges Wertsystem“ ein, das den bisherigen alleinigen NAV-Ansatz ersetzt. Im neuen System dient der „Redemption Value“ (Rückgabewert) als einheitliche Preisbasis für alle Herausgaben und Rückgaben und gilt sowohl unter Stress als auch bei normalen Marktbedingungen; der „Total Collateral Value“ (Gesamtbesicherungswert) hingegen zeigt den vollständigen Reservenbestand an, einschließlich des Überbesicherungspuffers.
Das Protokoll betont, dass die Differenz zwischen beiden den transparent einsehbaren Risiko-Puffer darstellt, dieser Puffer jedoch nicht mehr für Rückgaben zum Nominalwert genutzt werden kann. Dadurch wird das „risikofreie Arbitragefenster“ ausgeschlossen und einer systemischen Rücknahmepanik in fallenden Märkten vorgebeugt. Apyx betont, diese Anpassung mache den Puffer zu einem dauerhaften Stabilisator statt zu einem privilegierten Arbitrage-Ziel.
Außerdem plant Apyx die Einführung eines RFQ-Mechanismus (Request for Quote Redemption), der es Nutzern in Zeiten von Marktdruck ermöglicht, über ein Angebotsabstimmungsverfahren direkt mit Gegenparteien zu handeln, um die Liquiditätsaustritts-Effizienz zu verbessern und den preisschädlichen Effekt automatischer Rückgaben abzumildern.
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