HK Web3 Feastival Roundtable: Von der "Asset Registration" zur "On-Chain Issuance" – Die letzte Meile für die grenzüberschreitende RWA-Konformität erschließen
ChainCatcher Bericht vor Ort: Tang Bo, stellvertretender Dekan des Instituts für Finanzforschung an der Hong Kong University of Science and Technology, Fei Si, Partnerin der King & Wood Mallesons, Diao Zhihai, Leiter des internationalen Wealth-Management-Geschäfts bei China International Capital Corporation, sowie Gavin Wang, geschäftsführender Partner und Chief Investment Officer bei SNZ Holding & SNZ Capital, nahmen gemeinsam an einer Podiumsdiskussion auf dem HK Web3 Feastival teil, um über den Übergang von der „Asset Registration“ zur „On-chain Emission“ und die letzte Meile zur grenzüberschreitenden RWA-Compliance zu sprechen.
Fei Si wies darauf hin, dass der sogenannte Übergang „von der Asset Registration zur On-chain Emission“ im Wesentlichen darin besteht, einen replizierbaren, nachhaltigen und legalen Compliance-Pfad für „Onshore-Assets, Offshore-Emission“ zu schaffen. Ihrer Ansicht nach ist es in der aktuellen Phase am wichtigsten, zunächst die Struktur und das Design des Produkts auf oberster Ebene auszuarbeiten und klarzustellen, ob das Produkt als Eigenkapital- oder Fremdkapitalprodukt einzustufen ist, da dies unmittelbar die zuständige Aufsichtsbehörde, die Art der Kommunikation und die weitere rechtliche Ausgestaltung bestimmt.
Diao Zhihai betrachtete das Thema aus der praktischen Perspektive traditioneller Finanzinstitutionen und ist der Meinung, dass die größte Hürde derzeit nicht ein einzelner isolierter Engpass ist, sondern die systematische Verknüpfung mehrerer Compliance-Zwischenschritte, um einen wirklich umsetzbaren geschlossenen Regelkreis zu schaffen. Er betonte, dass grenzüberschreitende RWA-Projekte nicht nur der Finanzaufsicht unterliegen, sondern auch Aspekte wie Datenübermittlung ins Ausland, Cybersicherheit und Devisenmanagement die Zusammenarbeit mehrerer Behörden erfordern. Daher müsse man bereits in der frühen Phase untersuchen, ob die zugrunde liegenden Vermögenswerte klar definiert und on-chain abgebildet werden können, wer der qualifizierte Emittent und Kontrolleur ist und ob die nicht-finanziellen regulatorischen Anforderungen im gesamten Ablauf abgedeckt werden.
Gavin Wang widmete sich der Investoren- und Nachfrageseite und betonte, dass die On-chain-Abbildung globaler Vermögenswerte ein klarer Trend sei und hochwertige chinesische Vermögenswerte im Ausland nach wie vor deutlich unterbewertet würden. Das bedeute, dass bei Etablierung eines grenzüberschreitenden Compliance-Pfades eine reale Marktnachfrage besteht. Seiner Ansicht nach achten Investitionsgesellschaften am meisten darauf, ob das Gesamtprojekt über klare Compliance-Grenzen und Marktgängigkeit verfügt: Rote Linien dürfen nicht überschritten werden, bei Grauzonen ist Vorsicht geboten, und wirklich investieren lohnt sich vor allem in Assetklassen, die einer klareren aufsichtsrechtlichen Erwartung unterliegen und von Investoren leicht verstanden und akzeptiert werden. Langfristig betrachtet sieht er zwei Kategorien chinesischer grenzüberschreitender RWA besonders positiv: Zum einen große chinesische Qualitäts-Assets, die von ausländischen Investoren leicht verstanden werden können, und zum anderen industriellen Assets wie High-End-Fertigung, Robotik, AI und Arzneimittelforschung, die international noch unterbewertet, aber global wettbewerbsfähig sind.
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