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Der ehemalige Mt. Gox CEO schlägt Hard Fork vor, um 5,2 Milliarden Dollar in Bitcoin aus dem Diebstahl von 2011 zurückzuholen

Der ehemalige Mt. Gox CEO schlägt Hard Fork vor, um 5,2 Milliarden Dollar in Bitcoin aus dem Diebstahl von 2011 zurückzuholen

The BlockThe Block2026/02/27 21:28
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Von:The Block

Mark Karpelès, der ehemalige CEO der inzwischen aufgelösten Kryptobörse Mt. Gox, hat einen Vorschlag veröffentlicht, der einen Bitcoin-Hard Fork fordert, um etwa 79.956 BTC, die zum aktuellen Kurs mehr als 5,2 Milliarden Dollar wert sind, von einer seit Langem ruhenden Adresse zurückzugewinnen, die mit dem Hack der Börse im Jahr 2011 in Verbindung steht.

Der Vorschlag bezieht sich auf die Adresse 1Feex...sb6uF, die nach einer dokumentierten Kompromittierung der Mt. Gox-Systeme im Juni 2011 fast 80.000 BTC erhielt. Die Coins wurden seit mehr als 15 Jahren nicht bewegt, was darauf hindeutet, dass der Angreifer die privaten Schlüssel verloren haben könnte oder sich entschieden hat, die Gelder nicht zu verschieben oder zurückzugeben.

Nach den aktuellen Bitcoin-Regeln können diese Gelder nur mit dem entsprechenden privaten Schlüssel ausgegeben werden.

Im Vorschlag heißt es, es solle „eine Konsensregel hinzugefügt werden, die das Ausgeben der nicht ausgegebenen Outputs, die auf die Diebstahladresse gesperrt sind, mit einer Signatur von der Mt. Gox-Wiederherstellungsadresse ermöglicht, sodass die Gelder durch das bestehende, gerichtlich überwachte Sanierungsverfahren an die Mt. Gox-Gläubiger zurückgegeben werden können.“

Der Entwurf wird als Ausgangspunkt für eine Debatte formuliert, die Karpelès als „Versuch beschreibt, eine Diskussion darüber zu beginnen, ob die Bitcoin-Community diesen speziellen, außergewöhnlichen Fall für diskussionswürdig hält.“ Er präzisiert außerdem, dass die Regeländerung nur für diese eine Adresse gelten und bei einer zukünftigen Blockhöhe aktiviert werden würde, falls sie vom Netzwerk angenommen wird.

Argumente dafür und dagegen

Zur Begründung beschreibt Karpelès den Diebstahl als „eindeutig“, stellt fest, dass die Coins seit 15 Jahren inaktiv sind, und weist darauf hin, dass bereits ein gerichtlich überwachtes Sanierungsverfahren besteht, um wiedererlangte Gelder an verifizierte Gläubiger zu verteilen.

Er stellt die Änderung auch als technisch begrenzt und eng gefasst dar, und schreibt, dass es sich um eine „einmalige, fest kodierte Ausnahme für einen spezifischen Fall mit einzigartigen Eigenschaften“ handelt, nicht um einen allgemeinen Mechanismus zum Rückgängigmachen von Transaktionen oder Wiedererlangen gestohlener Gelder.

Der Vorschlag erkennt jedoch auch offensichtliche Nachteile an.

Dazu gehört die Sorge, dass eine Änderung der Eigentumsregeln für eine bestimmte Adresse einen Präzedenzfall schaffen könnte, der die Unveränderlichkeit von Bitcoin untergräbt. „Wenn es einmal gemacht werden kann, so das Argument, kann es wieder gemacht werden“, heißt es im Entwurf. Außerdem wird die Frage aufgeworfen, wer entscheidet, welche Fälle einen Eingriff in das Protokoll verdienen, wobei angemerkt wird, dass auch andere große Hacks eine ähnliche Behandlung fordern könnten.

Das Dokument räumt außerdem ein, dass die Koordination eines Hard Forks Risiken birgt, darunter die Möglichkeit einer Aufspaltung der Blockchain, falls Teile des Netzwerks das Upgrade ablehnen.

Bestehende Mt. Gox-Rückzahlungen

Die im Vorschlag genannten Coins gehören nicht zu den Vermögenswerten, die derzeit an die Gläubiger verteilt werden.

Nach dem Zusammenbruch von Mt. Gox im Jahr 2014 wurden etwa 200.000 BTC später wiedererlangt und unter die Kontrolle des vom Gericht bestellten Treuhänders Nobuaki Kobayashi im Rahmen des japanischen Zivilrehabilitierungsverfahrens gestellt. Diese Bestände bilden die Grundlage für die Gläubigerrückzahlungen, die Mitte 2024 begonnen haben.

Wie zuvor berichtet, hat der Treuhänder die Rückzahlungsfrist auf Oktober 2026 verschoben, was die dritte Verlängerung darstellt. Nach Daten von Arkham Intelligence hält das Nachlassvermögen immer noch 34.689 BTC in seinen Wallets, und frühere Bewegungen, darunter eine Übertragung von 10.608 BTC im November, sind in der Regel den Verteilungen vorausgegangen.


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