Wetten gegen den Mainstream! Mysteriöser Trader setzt auf das Scheitern von Netflix bei einer Übernahme – 14 Millionen Dollar Optionsstrategie enthüllt
Nach Informationen von Zhihui Finanz hat ein mysteriöser Trader kürzlich laut Optionsmarktdaten eine ungewöhnliche Position im Wert von fast 14 Millionen US-Dollar aufgebaut. Er wettet darauf, dass die Aktien des Streaming-Giganten Netflix (NFLX.US) selbst dann steigen könnten, wenn das Unternehmen im Bieterkampf um Warner Bros. Discovery (WBD.US) unterliegt.
Konkret kaufte dieser Spekulant am Mittwoch 55.000 Call-Optionen auf Netflix mit einem Ausübungspreis von 90 US-Dollar und Laufzeit bis Mai und verkaufte gleichzeitig die gleiche Anzahl Call-Optionen mit einem Ausübungspreis von 105 US-Dollar, um einen Teil der Optionsprämie zu kompensieren. Der Preis für diese Options-Spread-Strategie lag bei etwa 2,51 US-Dollar pro Kontrakt, mit einer Gesamtprämie von 13,8 Millionen US-Dollar. Sollte der Aktienkurs von Netflix vom aktuellen Niveau bei 83 US-Dollar steigen, erhält der Inhaber das Recht, 5,5 Millionen Aktien zu einem bestimmten Preis zu kaufen.
Zum Hintergrund: Paramount Sky (PSKY.US) hat am Dienstag ein neues Übernahmeangebot von 31 US-Dollar pro Aktie abgegeben, das damit wettbewerbsfähiger ist als das frühere Angebot von Netflix an Warner Bros. zu 27,75 US-Dollar pro Aktie.
Obwohl Warner Bros. die Unterstützung für das Übernahmeangebot von Netflix noch nicht zurückgezogen hat, räumte das Unternehmen ein, dass das neueste Angebot von Paramount die Bedingungen für weitere Verhandlungen erfüllt. Laut Vereinbarung erhält Netflix im Falle eines Scheiterns des Übernahmeangebots eine Abfindung von 2,8 Milliarden US-Dollar.
Angesichts dieser Entwicklung stieg der Aktienkurs von Netflix am Mittwoch um 6 Prozent und verzeichnete damit den größten Tagesanstieg seit April. Ein Event-Driven-Strategie-Experte von JonesTrading wies darauf hin, dass das Besondere an dieser Optionskombination darin liegt, dass ein Sieg von Paramount sogar eine Kursrallye bei Netflix auslösen könnte.
Angenommen, der Aktienkurs von Netflix steigt vor Ablauf der Optionen am 15. Mai um 30 Prozent, könnte diese Position einen theoretischen Maximalgewinn von 68 Millionen US-Dollar erzielen; selbst bei einem moderaten Anstieg würde eine erhöhte implizite Volatilität dem Trader einen profitablen Ausstieg ermöglichen.
Ein Manager des Merger Arbitrage Fonds von Water Island Capital analysierte, dass dies darauf hindeutet, dass einige Investoren erwarten, dass Netflix möglicherweise proaktiv aus dem Deal aussteigen könnte. Bemerkenswert ist, dass Politico berichtete, dass Netflix-CEO Sarandos am Donnerstag das Weiße Haus besuchen wird, um die Übernahme zu besprechen. Der Markt wertet dies als Signal, dass "Netflix das Angebot möglicherweise noch nicht vollständig aufgegeben hat".
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