Analyst: Deshalb sieht XRP im Moment tot aus
In einer Zeit, in der die Marktteilnahme abgenommen hat und die Stimmung weiterhin gedämpft ist, argumentiert der Krypto-Analyst STEPHISCRYPTO, dass das aktuelle Kursverhalten von XRP irreführend sein könnte.
Während XRP für viele Beobachter inaktiv erscheint, hält der Analyst daran fest, dass die zugrunde liegenden technischen Bedingungen darauf hindeuten, dass der Markt sich einer entscheidenden Phase nähert.
Laut der Einschätzung, die zusammen mit einem detaillierten Video-Update geteilt wurde, zeigt XRP keine Schwäche aufgrund fehlender Struktur, sondern weil es sich in einer eng komprimierten Spanne bewegt, die historisch bedeutenden Kursbewegungen vorausgeht.
This Is Why #XRP Looks Dead Right Now pic.twitter.com/9XXvXeEzk4
— STEPH IS CRYPTO (@Steph_iscrypto) 16. Dezember 2025
Wöchentliche Kompression und strukturelle Unterstützung
Im Wochenchart befindet sich XRP fest innerhalb einer seit Langem etablierten Unterstützungszone, die seit Monaten beobachtet wird. Die Kursbewegung ist zwischen absteigenden Widerstands- und aufsteigenden Unterstützungslinien eingegrenzt, was eine sich verengende Struktur und damit eine Kompression anzeigt.
Der Analyst betont, dass solche Formationen selten dauerhaft bestehen bleiben. Während er anerkennt, dass Ergebnisse nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden können, hebt die Analyse hervor, dass XRP sich während einer Phase erhöhter Angst und minimaler Einzelhandelsbeteiligung oberhalb der Unterstützung konsolidiert.
Aus probabilistischer Sicht betrachtet der Analyst diese Bedingungen als eher mit einer potenziellen Aufwärtsreaktion als mit einem anhaltenden Rückgang vereinbar.
Tägliche RSI-Divergenz signalisiert nachlassenden Verkaufsdruck
Weitere Einblicke ergeben sich aus dem Tageschart, wo der Relative Strength Index höhere Tiefs bildet, obwohl XRP tiefere Tiefs im Kurs verzeichnet.
Diese bullische Divergenz wird als ungewöhnliches Ereignis im Tageschart von XRP beschrieben. Der Analyst merkt an, dass eine ähnliche Konstellation zuletzt während des Bärenmarkttiefs 2022 auftrat, woraufhin sich XRP stabilisierte und später stark anstieg.
Solche Divergenzen werden als frühe Hinweise darauf interpretiert, dass der Verkaufsdruck nachlässt, während das Käuferinteresse allmählich wieder zunimmt, auch wenn sich dies noch nicht in der Kursentwicklung widerspiegelt.
Relative Stärke gegenüber Bitcoin rückt in den Fokus
Die Analyse erstreckt sich auch auf die Performance von XRP gegenüber Bitcoin. Ein mehrjähriges Widerstandsniveau im XRP/BTC-Chart, das seit 2017 die Kurse wiederholt abgewiesen hatte, wurde Anfang des Jahres durchbrochen und wird nun als potenzielle Unterstützung erneut getestet.
Hält dieses Niveau, deutet der Analyst an, dass XRP sich weiterhin gegenüber Bitcoin stärken könnte, was die Annahme in Frage stellt, dass seine Kursbewegungen vollständig von der Richtung von Bitcoin abhängen.
Makrorisiken und widersprüchliche Signale
Trotz konstruktiver technischer Signale bleiben mehrere Risikofaktoren bestehen. XRP handelt weiterhin unter seinem 50-Wochen-Simple-Moving-Average, eine Bedingung, die zuvor mit weiteren Abwärtsbewegungen einherging.
Darüber hinaus werden geplante politische Maßnahmen der Bank of Japan, einschließlich ETF-Abwicklungen und möglicher Zinserhöhungen, als historisch ungünstig für Risikoanlagen angeführt. Der Analyst merkt jedoch an, dass im Gegensatz zu früheren Fällen die Märkte bereits vor diesen Entwicklungen gefallen sind, was die Wahrscheinlichkeit einer starken Folgereaktion verringert.
Einschätzung des breiteren Ausblicks
Insgesamt kommt STEPHISCRYPTO zu dem Schluss, dass XRP sich eher einem Markttief als einem Hoch nähert. Während bärische Szenarien, wie eine Doppelbodenstruktur, weiterhin möglich sind, deuten die vorherrschenden technischen Indikatoren eher auf eine fortgeschrittene Konsolidierungsphase als auf einen strukturellen Zusammenbruch hin. Die bevorstehende Zeit wird als kritisch angesehen, wobei die Kurskompression darauf hindeutet, dass eine anhaltende Inaktivität unwahrscheinlich ist.
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