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Bitwise Chief Investment Officer: Keine unbegründeten Sorgen, MicroStrategy wird Bitcoin nicht verkaufen

Bitwise Chief Investment Officer: Keine unbegründeten Sorgen, MicroStrategy wird Bitcoin nicht verkaufen

ForesightNews 速递ForesightNews 速递2025/12/06 18:01
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Von:ForesightNews 速递

Es gibt in der Krypto-Branche tatsächlich viele besorgniserregende Dinge, aber der Bitcoin-Verkauf durch MicroStrategy gehört definitiv nicht dazu.

Es gibt in der Kryptoindustrie tatsächlich viele berechtigte Sorgen, aber ein möglicher Bitcoin-Verkauf durch MicroStrategy gehört definitiv nicht dazu.


Autor: Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise

Übersetzung: Luffy, Foresight News


In letzter Zeit wurde mein Posteingang mit Fragen zu MicroStrategy, dem börsennotierten Bitcoin-Reserveunternehmen, überschwemmt. Konkret beschäftigen die Leute vor allem zwei Themen:


  1. Wird MicroStrategy aus den MSCI-Indizes entfernt, was einen Zwangsverkauf der Aktien zur Folge hätte?
  2. Wird MicroStrategy gezwungen sein, seine gehaltenen Bitcoin zu verkaufen?


Analysieren wir die Punkte einzeln.


Die Verbindung zwischen MSCI-Indizes und MicroStrategy


Am 10. Oktober kündigte MSCI an, zu erwägen, Unternehmen wie MicroStrategy, die als Digital Asset Treasury Companies (DAT) gelten, aus seinen investierbaren Indizes zu entfernen. Das ist von großer Bedeutung, da fast 17 Billionen US-Dollar an Vermögenswerten an diese Indizes gekoppelt sind. Laut Berechnungen von JPMorgan könnten Indexfonds gezwungen sein, MSTR-Aktien im Wert von bis zu 2,8 Milliarden US-Dollar zu verkaufen, falls MicroStrategy aus dem Index entfernt wird.


Vielleicht fragst du dich: Warum will MSCI das tun? Die Begründung ist, dass Unternehmen wie MicroStrategy eher als Holdinggesellschaften denn als operative Unternehmen betrachtet werden. Die investierbaren Indizes von MSCI schließen bereits Holdinggesellschaften wie REITs aus, und da die meisten Digital Asset Treasury Companies lediglich Krypto-Assets kaufen und halten, ist MSCI der Ansicht, dass sie keinen Platz in den Indizes haben sollten. Nach Rücksprache mit den Kunden wird MSCI am 15. Januar eine endgültige Entscheidung bekannt geben.


Ich kann die endgültige Entscheidung von MSCI nicht vorhersagen. Als erfahrener Indexforscher und ehemaliger Chefredakteur des akademischen Journals „Journal of Indexes“ über zehn Jahre hinweg, sehe ich zwei mögliche Szenarien. Michael Saylor und andere haben bereits energisch widersprochen und argumentiert, dass MicroStrategy ein echtes operatives Unternehmen sei, das nicht nur ein solides Softwaregeschäft besitzt, sondern auch komplexe Finanzierungsstrategien rund um Bitcoin betreibt. Diese Argumentation ist plausibel, und ich persönlich stimme der operativen Ausrichtung zu. Dennoch ist die Sache nicht eindeutig, und ich kann mir vorstellen, dass einige Institutionen anderer Meinung sind. Angesichts der Kontroversen um Digital Asset Treasury Companies und der aktuellen Tendenz von MSCI zur Auslistung schätze ich die Wahrscheinlichkeit, dass MicroStrategy aus dem Index entfernt wird, auf mindestens 75 %.


Ich glaube jedoch nicht, dass eine Auslistung aus dem Index den Aktienkurs stark beeinträchtigen wird. Ein Verkaufsvolumen von 2,8 Milliarden US-Dollar erscheint zwar groß, aber aus meiner langjährigen Erfahrung mit Indexaufnahmen und -ausschlüssen ist der tatsächliche Effekt meist geringer als erwartet und wird vom Markt vorweggenommen. Zum Beispiel mussten Fonds beim Eintritt von MicroStrategy in den Nasdaq 100 im Dezember letzten Jahres MSTR-Aktien im Wert von 2,1 Milliarden US-Dollar kaufen, aber der Aktienkurs zeigte kaum Schwankungen.


Ich denke, der leichte Rückgang des MSTR-Kurses seit dem 10. Oktober ist teilweise darauf zurückzuführen, dass der Markt die „Auslistungserwartung“ bereits eingepreist hat. In der aktuellen Phase ist es jedoch unwahrscheinlich, dass der Kurs stark schwankt.


Langfristig hängt der Wert von MSTR von der Umsetzung seiner Strategie ab und nicht davon, ob Indexfonds gezwungen sind, die Aktie zu halten.


MicroStrategy und die Bitcoin-Bestände


Eine weitere Frage ist, ob MicroStrategy Bitcoin verkaufen wird. Die Argumentation der Pessimisten sieht folgendermaßen aus:


  • MicroStrategy wird aus dem MSCI-Index entfernt;
  • Der Aktienkurs bricht ein und fällt deutlich unter den Net Asset Value (NAV);
  • Schließlich wird das Unternehmen gezwungen, Bitcoin zu verkaufen.


Diese Logik klingt zwar schlüssig, hält aber einer Überprüfung nicht stand. Ein Kursrückgang der MSTR-Aktie unter den NAV löst keinen Zwangsverkauf von Bitcoin aus – das kann man in den entsprechenden Bestimmungen nachlesen und nachrechnen.


MicroStrategy hat nur zwei wesentliche Verpflichtungen im Zusammenhang mit seinen Schulden: Erstens muss das Unternehmen jährlich etwa 800 Millionen US-Dollar an Zinsen zahlen, und zweitens müssen einige Schuldverschreibungen bei Fälligkeit umgewandelt oder verlängert werden.


Die Zinszahlungen sind kurzfristig kein Problem. Das Unternehmen hält derzeit 1,4 Milliarden US-Dollar in bar, was ausreicht, um die Zinsen für anderthalb Jahre problemlos zu bedienen.


Auch die Umwandlung der Schulden ist in naher Zukunft kein Thema. Die ersten Schuldverschreibungen werden erst im Februar 2027 fällig und haben ein Volumen von nur etwa 1 Milliarde US-Dollar – für MicroStrategy, das Bitcoin im Wert von 6 Milliarden US-Dollar hält, ist das kaum der Rede wert.


Würde ein anhaltender Kursrückgang der MSTR-Aktie dazu führen, dass Insider Druck auf das Unternehmen ausüben, Bitcoin zu verkaufen? Das ist äußerst unwahrscheinlich. Michael Saylor selbst kontrolliert 42 % der stimmberechtigten Aktien – es ist schwer, jemanden zu finden, der mehr an den langfristigen Wert von Bitcoin glaubt als er. Auch 2022, als die MSTR-Aktie mit Abschlag gehandelt wurde, hat er nicht verkauft.


Ich verstehe, warum die Bären gerne das „Weltuntergangsszenario“ für MicroStrategy heraufbeschwören. Sollte MicroStrategy gezwungen sein, auf einen Schlag Bitcoin im Wert von 6 Milliarden US-Dollar zu verkaufen, wäre das für den gesamten Bitcoin-Markt verheerend – das entspricht etwa den Zuflüssen in Bitcoin-ETFs über zwei Jahre. Doch angesichts der Tatsache, dass das Unternehmen bis 2027 keine fälligen Schulden hat und genügend Bargeld für die absehbaren Zinszahlungen vorhanden ist, ist dieses Extremszenario ausgeschlossen. Wir sollten die aktuelle Lage auch aus einer makroökonomischen Perspektive betrachten: Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt der Bitcoin-Preis bei etwa 92.000 US-Dollar, was zwar 27 % unter dem Allzeithoch liegt, aber immer noch 24 % über dem durchschnittlichen Einstandspreis von MicroStrategy (74.436 US-Dollar). Das angebliche „Ende“ ist also reine Panikmache.


Fazit


Wenn du dir wirklich Sorgen um bestimmte Aspekte der Kryptoindustrie machen möchtest, gibt es tatsächlich einige Punkte, die Aufmerksamkeit verdienen. Zum Beispiel bin ich etwas besorgt über das langsame Vorankommen der Marktstrukturgesetze auf Kongressebene, aber mit der Rückkehr der Regierungsbehörden zum Normalbetrieb dürfte sich der Fortschritt beschleunigen. Ich mache mir auch Sorgen, dass einige kleine, schlecht geführte Digital Asset Treasury Companies scheitern könnten. Außerdem erwarte ich nicht, dass Digital Asset Treasury Companies im Jahr 2026 massiv Bitcoin zukaufen werden, was bedeutet, dass dem Markt eine wichtige kurzfristige Nachfrageseite fehlen wird.


Aber was MicroStrategy betrifft:


  • Man muss sich keine Sorgen machen, dass die Entscheidung von MSCI den Aktienkurs von MicroStrategy stark beeinflusst – die tatsächlichen Auswirkungen sind viel geringer als von den meisten erwartet und wurden wahrscheinlich bereits vom Markt eingepreist;
  • Es gibt kurzfristig keinen vernünftigen Mechanismus, der das Unternehmen zum Verkauf von Bitcoin zwingen würde – dieses Szenario wird nicht eintreten.


Fester Glaube an Bitcoin hat seinen Preis: Wenn der Markt schwankt, sind Ruhe und Geduld gefragt. Niemand versteht das besser als Saylor und MicroStrategy, denn sie wissen auch, was auf der anderen Seite dieser Geduld wartet. Langfristig wird sich diese Standhaftigkeit reichlich auszahlen.

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