Ledger-Forscher entdecken eine Schwachstelle in einem Android-Chip, die physische Angriffe auf Web3-Wallets auf Mobiltelefonen ermöglicht.
BlockBeats Nachrichten, am 4. Dezember berichtete The Block, dass Ledger eine Schwachstelle in einem weit verbreiteten Android-Smartphone-Prozessorchip entdeckt hat. Nutzer von softwarebasierten Web3-Wallets sind gefährdet, wenn Angreifer physischen Zugriff auf das Gerät erhalten. Das Donjon-Team stellte fest, dass Hardware-Fehlerinjektionen zentrale Sicherheitsprüfungen umgehen und so die Kontrolle über den Chip erlangen können. Obwohl diese Entdeckung keine Auswirkungen auf Ledger-Hardware-Wallets hat, unterstreicht sie die Gefahren, sich ausschließlich auf Hot Wallets von Smartphones zur Sicherung digitaler Vermögenswerte zu verlassen. Das Team testete den von TSMC hergestellten MediaTek Dimensity 7300 Chip, um festzustellen, ob elektromagnetische Fehlerinjektionen die frühesten Phasen des Bootvorgangs beeinträchtigen können.
Sie nutzten Open-Source-Tools, um durch gezielte elektromagnetische Impulse Informationen aus dem Boot-ROM des Chips zu extrahieren und so Angriffswege zu identifizieren. Anschließend umging das Team die Filtermechanismen in den Schreibbefehlen des Chips und überschieb die Rücksprungadresse auf dem Stack des Boot-ROMs, wodurch beliebiger Code auf EL3 (der höchsten Berechtigungsebene des Prozessors) ausgeführt werden konnte. Dieser Angriff kann innerhalb weniger Minuten wiederholt werden. Ledger erklärte, dass selbst modernste Smartphone-Chips anfällig für physische Angriffe sind und daher nicht als sichere Umgebung zur Aufbewahrung privater Schlüssel geeignet sind. Das Unternehmen betonte erneut, dass Sicherheitselemente für die Selbstverwahrung digitaler Vermögenswerte unerlässlich sind. Die Schwachstelle wurde MediaTek bereits im Mai gemeldet, und der Anbieter hat die betroffenen Hersteller informiert.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen

Scotiabank hebt das Kursziel für Snowflake auf 440 US-Dollar an
Der japanische Yen dreht stark und steigt auf das höchste Niveau seit Februar – Markt wettet auf Zinserhöhung der japanischen Zentralbank
Der Yen stieg auf den höchsten Stand seit Februar dieses Jahres und übertraf das Niveau, das nach einer gemeinsamen Intervention Japans und der USA erreicht wurde.

