ABI-Führungskraft: Italienische Banken unterstützen das digitale Euro-Projekt, wünschen sich jedoch eine schrittweise Investition
Foresight News berichtet unter Berufung auf Reuters, dass Marco Elio Rottigni, Generaldirektor des italienischen Bankenverbands (ABI), auf einer Pressekonferenz in Florenz erklärte, dass die italienischen Banken das Digital-Euro-Projekt der Europäischen Zentralbank unterstützen, da es das Konzept der „digitalen Souveränität“ verkörpert. Sie hoffen jedoch, dass die für die Umsetzung des Projekts erforderlichen Investitionen schrittweise erfolgen können, da die Kosten sehr hoch sind.
Ende letzten Monats beschloss der EZB-Rat, die nächste Phase des Digital-Euro-Projekts einzuleiten. Er erklärte, dass bei rechtzeitiger Zustimmung der Gesetzgeber ein Pilotprojekt für die digitale Währung im Jahr 2027 starten und die offizielle Einführung im Jahr 2029 erfolgen könnte.
Laut Financial Times stößt das Vorhaben jedoch auf Widerstand, unter anderem vom Deutschen Bankenverband (dem größten Lobbyverband der deutschen Banken) und vom konservativen Europaabgeordneten Fernando Navarrete. Fernando Navarrete erklärte in einem letzte Woche veröffentlichten Bericht, dass der digitale Euro nicht für Zahlungen zwischen Finanzintermediären, Zahlungsdienstleistern und anderen Marktteilnehmern (also für Großzahlungen) verwendet werden sollte, da bereits ein Zentralbankgeld-Abwicklungssystem existiert und das Eurosystem weiterhin die Nutzung verschiedener Technologien zur Abwicklung dieser Zahlungen erforscht.
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