Radiant Capital-Hacker wäscht 10,8 Millionen Dollar in ETH durch Tornado Cash, ein Jahr nach dem 53-Millionen-Dollar-Exploit
Kurze Zusammenfassung
- Der Radiant Capital-Hacker hat 10,8 Millionen USD in ETH über Tornado Cash gewaschen, ein Jahr nach dem 53 Millionen USD Exploit.
- Das Gesamtportfolio des Angreifers beläuft sich nun auf fast 94 Millionen USD, gestärkt durch strategische Trades.
- Ermittler vermuten Verbindungen nach Nordkorea, was die globalen Wiederherstellungsbemühungen erschwert.
Hacker wäscht gestohlene ETH über Tornado Cash
Der Radiant Capital-Hacker ist ein Jahr nach dem großen Exploit des Lending Pools der Plattform wieder aufgetaucht und hat 2.834 ETH – im Wert von etwa 10,8 Millionen USD – in den Krypto-Mixer Tornado Cash transferiert. Laut der Blockchain-Sicherheitsfirma CertiK erschwert diese Geldwäscheoperation die Nachverfolgung der gestohlenen Vermögenswerte weiter und macht die Wiederherstellung zunehmend schwierig.
#CertiKInsight 🚨
Der Radiant Capital-Exploiter hat 2834,6 ETH (~10,8 Mio. USD) in Tornado Cash eingezahlt. EOA 0x4afb erhielt 2213,8 ETH, die im Oktober 2024 von Arbitrum überbrückt wurden, und die zusätzlichen ETH stammten aus einem Swap zu DAI und zurück.
Am 16. Oktober 2024 wurde der Radiant Lending Pool geleert… pic.twitter.com/4k76FLhGiV
— CertiK Alert (@CertiKAlert) 23. Oktober 2025
On-Chain-Daten von CertiK zeigten, dass die gestohlenen Gelder über Brückennetzwerke wie Stargate Bridge, Synapse Bridge und Drift FastBridge geleitet wurden, bevor sie auf eine Zwischenadresse auf Ethereum mit 0x4afb konsolidiert wurden. Von dort aus verteilte der Angreifer die Gelder auf mehrere kleinere Wallets, um die Transaktionsmuster zu verschleiern.
Swaps zwischen DAI und ETH vertiefen die Spur
Bis August 2025 hatte der Exploiter Berichten zufolge etwa 3.091 ETH verkauft und dafür 13,26 Millionen DAI-Stablecoins erhalten. Die Token wurden anschließend über mehrere Wallets transferiert, bevor sie wieder in ETH umgewandelt wurden. Der Hacker zahlte dann 2.834 ETH in Tornado Cash ein und durchbrach damit effektiv die On-Chain-Rückverfolgbarkeit der Gelder.
Vor den Mixer-Transaktionen hielten die Wallets des Hackers insgesamt 14.436 ETH und 35,29 Millionen DAI, mit einem Gesamtwert von etwa 94,6 Millionen USD.
Radiants langer Weg zur Wiederherstellung
Radiant Capital arbeitet mit dem FBI, Chainalysis und Web3-Sicherheitsfirmen wie SEAL911 und ZeroShadow zusammen, um die gestohlenen Vermögenswerte zurückzuerlangen. Trotz kontinuierlicher Nachverfolgungsbemühungen erscheint die Wahrscheinlichkeit einer Wiederherstellung der Gelder nach der jüngsten Geldwäscheaktivität gering.
Der Angriff, der am 16. Oktober 2024 stattfand, nutzte Schwachstellen in Radiants Multi-Signatur-Wallets aus und ermöglichte es dem Hacker, die Kontrolle über 3 von 11 Signer-Berechtigungen zu übernehmen. Sie ersetzten den Implementierungsvertrag des Lending Pools und entzogen 53 Millionen USD von den Netzwerken Arbitrum (ARB) und BNB Chain (BSC).
Das Cybersicherheitsunternehmen Mandiant brachte den Vorfall später mit AppleJeus in Verbindung, einer mit Nordkorea verbundenen Hackergruppe, die für Angriffe auf DeFi-Protokolle bekannt ist. Der Exploit war Radiants zweiter im Jahr 2024, nach einem kleineren 4,5 Millionen USD Flash-Loan-Angriff früher im Jahr.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Falkenhafte Äußerungen von Waller bringen den Markt durcheinander, JPMorgan gibt vorerst bullische Sicht auf US-Aktien auf und wechselt in den kommenden Wochen zu einer vorsichtigen Abwartehaltung.
Das Handelsteam von JPMorgan hat vorübergehend seine bisher optimistische Haltung gegenüber US-Aktien aufgegeben und verfolgt nun eine vorsichtigere Einstellung gegenüber der Marktentwicklung in den kommenden Wochen.

Der US-Dollar schwächt sich den zweiten Monat in Folge ab! Verstärkte Rückkäufe von US-Staatsanleihen lösen politische Bedenken aus. Die Wall Street erwartet im September einen weiteren Rückgang.
Der US-Dollar hat im August den zweiten Monat in Folge an Wert verloren. Das US-Finanzministerium plant, den Rückkauf von Staatsanleihen zu beschleunigen, was bei ausländischen Investoren neue Bedenken hinsichtlich der amerikanischen Politikrichtung ausgelöst hat. Dies hat zudem erneut Spekulationen am Markt entfacht, dass die Politik der Trump-Regierung einen schwächeren US-Dollar begünstigen könnte.

Vergeltungszölle gegen die USA könnten „eigene Verluste verursachen“ – Oxford Economics: Kanadas Wirtschaftsleistung könnte bis 2027 um 0,3 % sinken
Das Oxford Economics Institute warnt, dass die von Kanada für den 8. September geplante neue Runde von Vergeltungszöllen gegen die USA zwar einigen einheimischen Herstellern Schutz bieten könnte, insgesamt jedoch wahrscheinlich mehr Branchen durch steigende Kosten belastet und das Wirtschaftswachstum Kanadas beeinträchtigt werden könnte.

Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen erreicht ein fast 20-Monats-Hoch, während Waller mit aggressiven Tönen und dem Anstieg der Ölpreise die Zinserwartungen neu bewerten lässt
Die Preisbildung am Terminmarkt zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Federal Reserve im September am Montag dieser Woche von 35 % vor der Rede von Waller am vergangenen Freitag auf 64 % gestiegen ist. Der US-Staatsanleihenmarkt steht unter mehreren Druckfaktoren: „eine restriktivere Federal Reserve, steigende Inflationsrisiken, Angebot an Staatsanleihen und Angebot an Unternehmensanleihen“.
