HyperVault schürt Rug-Pull-Befürchtungen, nachdem 3,6 Millionen Dollar verschwunden sind
Verdächtige Abhebungen von Hypervault haben Befürchtungen eines Rug Pulls ausgelöst, da Millionen an Krypto-Assets rasch von der Plattform abgezogen wurden.
- Hypervault löst Rug Pull-Befürchtungen aus, nachdem 3,6 Millionen Dollar abgezogen und durch Tornado Cash geleitet wurden.
- Der offizielle X-Account des Protokolls verschwand nach den Abhebungen, was die Angst schürt, dass das Team das Projekt aufgegeben hat.
- Rugpulls bleiben auch 2025 kostspielig, mit Fällen wie MetaYield Farm und Mantra, die zu Investorenverlusten in Milliardenhöhe führten.
Hypervault Finance sieht sich Rug Pull-Vorwürfen gegenüber, nachdem etwa 3,6 Millionen Dollar in Krypto in einer Reihe verdächtiger Transaktionen aus dem Projekt abgezogen wurden. Laut On-Chain-Daten wurden die Gelder zunächst von Hyperliquid zu Ethereum überbrückt und dann in ETH umgewandelt.
Rund 752 ETH wurden später in Tornado Cash eingezahlt, einem Mixing-Service, der häufig verwendet wird, um Transaktionsspuren zu verschleiern.
Die ungewöhnliche Aktivität spiegelt ein Muster wider, das oft mit Rug Pulls im Bereich der dezentralen Finanzen in Verbindung gebracht wird: plötzliche, unerklärliche Abhebungen, die über Privacy-Tools geleitet werden. Für Nutzer, die noch Gelder im Projekt haben, schürt dies die Angst vor einem Exit-Scam.
Was ist Hypervault?
Hypervault Finance präsentierte sich als dezentrales Vault-Protokoll, das kettenübergreifende Liquidität und flexible Renditemöglichkeiten bietet. Das Projekt vermarktete sich als sicherere Möglichkeit, Vermögenswerte netzwerkübergreifend zu verwalten und richtete sich an Investoren, die nach passiven Einkommensströmen suchen.
„Hypervault ist das führende Zentrum für Rendite auf HyperEVM“, behauptete das Projekt. Die Verbindung zu Hyperliquid, einem aufstrebenden Akteur im Bereich der Perpetuals-Börsen, verschaffte ihm zusätzliche Sichtbarkeit am Markt. Diese Werbemaßnahmen könnten jedoch eine Fassade gewesen sein, da das plötzliche Verschwinden der Gelder nun die Glaubwürdigkeit infrage stellt.
Eine weitere Verdachtslage ergibt sich daraus, dass der offizielle X-Account von Hypervault zusammen mit den Geldern verschwand und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine Stellungnahme abgegeben wurde.
Screenshot des Hypervault-Profils angesichts Rug Pull-Bedenken | Quelle: X Rugpulls bleiben ein Risiko im DeFi-Sektor
Solche Vorfälle unterstreichen die anhaltenden Risiken im Bereich der dezentralen Finanzen. Rug Pulls sind ein häufiges Exploit in der Branche, bei dem Entwickler Liquidität abziehen und ein Projekt aufgeben.
Dieser Trend hat Investoren über die Jahre Milliarden gekostet. In einigen Fällen endeten sogar von Prominenten unterstützte oder von Influencern beworbene Projekte auf diese Weise: Sie wurden als legitime Möglichkeiten vermarktet, um Privatanleger anzuziehen, nur damit Gründer oder Promoter sich leise zurückziehen, sobald die Liquidität ihren Höhepunkt erreicht. Diese Taktiken lassen gewöhnliche Investoren oft leer ausgehen, während die Drahtzieher mit den Erlösen davonkommen.
Bislang wurden in diesem Jahr mehrere Fälle dokumentiert. Der bislang bedeutendste ereignete sich im Februar mit MetaYield Farm, das 290 Millionen Dollar von Investoren abzog, bevor es verschwand.
Ein weiterer großer Vorfall war der Zusammenbruch von Mantra (OM), einem DeFi-Protokoll, das Anfang 2025 kollabierte. In diesem Fall bewegten Insider-Wallets schnell Token im Wert von 227 Millionen Dollar, was den OM-Preis um über 90 % einbrechen ließ und zu Gesamtverlusten von 5,5 Milliarden Dollar für Investoren führte. Die Gründer bestritten ein Fehlverhalten, aber Wallet-Beweise und die schnelle Abschaltung deuteten auf klassische Rug Pull-Muster hin.
Bis es eine Klarstellung vom HyperVault-Team gibt, bleibt die Situation ungelöst. Die Nutzung von Tornado Cash ist zwar kein endgültiger Beweis, aber eine gängige Taktik in Fällen, in denen Teams versuchen, Transaktionen nach dem Abzug von Geldern zu verschleiern, was die Spekulationen verstärkt, dass die Betreiber des Protokolls mit den Geldern der Nutzer verschwunden sein könnten.
Bis auf Weiteres deutet die ungewöhnliche Aktivität darauf hin, dass Hypervault der jüngste Rug Pull im DeFi-Sektor sein könnte.
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