Venezolaner kaufen Stablecoin USDT angesichts einer Inflation von 229%
- Die Inflation in Venezuela beschleunigt die Nutzung von USDT
- Stablecoins bieten Schutz vor Abwertung
- USDT etabliert sich in alltäglichen Transaktionen
Die Hyperinflation, die Venezuela betrifft, mit einer jährlichen Rate von 229 %, führt laut Reuters dazu, dass immer mehr Bürger auf die Nutzung von USDT in ihren täglichen Transaktionen umsteigen. Der Bolivar, die offizielle Währung des Landes, hat so viel an praktischer Nützlichkeit verloren, dass die Einwohner begonnen haben, den Stablecoin als alternative Quelle für stabilen Wert inmitten der Wirtschaftskrise zu verwenden.
Dieser Schritt unterstreicht nicht nur die Auswirkungen des Vertrauensverlusts in die lokale Währung, sondern auch die Bedeutung von Tether als Mechanismus zur Erhaltung der Kaufkraft in einer von Kapitalverkehrskontrollen und Währungsabwertung geprägten Wirtschaft. In instabilen Märkten hat sich die Nutzung von an den Dollar gekoppelten Kryptowährungen als Möglichkeit erwiesen, persönliche und geschäftliche Finanzen zu schützen.
Mauricio Di Bartolomeo, Mitbegründer von Ledn, hob hervor, dass USDT zu einem Element des sozialen und finanziellen Gleichgewichts unter den Venezolanern geworden ist. Seiner Aussage nach fungiert der Stablecoin als „ein besserer Dollar“ und hilft, den Zugang zu harter Währung in einem Land mit so vielen wirtschaftlichen und finanziellen Barrieren auszugleichen. „USDT fungiert jetzt als ein besserer Dollar und als finanzieller Gleichmacher zwischen den sozialen Klassen“, erklärte er.
Kryptowährungsexperten weisen darauf hin, dass dieses Phänomen nicht auf Venezuela beschränkt ist. Auch andere Krisenmärkte neigen dazu, stabile digitale Vermögenswerte als Mittel zur Werterhaltung und zur Sicherstellung der Liquidität in Zeiten der Instabilität zu übernehmen. Die Analyse von Coincu Research legt nahe, dass sich dieses Muster in Ländern mit ähnlichen Turbulenzen wiederholen könnte.
Neben der zunehmenden Akzeptanz auf den Straßen und im Handel behält USDT seine Bindung an den US-Dollar bei. Der Token wird weiterhin zu $1,00 gehandelt, mit einer Marktkapitalisierung von etwa $168,8 Milliarden. Trotz minimaler Schwankungen von 0,01 % innerhalb von 24 Stunden fiel das Handelsvolumen um 36,77 % und betrug insgesamt $68,9 Milliarden.
Die Einführung von Stablecoins wie USDT in Venezuela spiegelt einen Wendepunkt in fragilen Volkswirtschaften wider, in denen die Bevölkerung nach praktikablen Alternativen sucht, um den verheerenden Auswirkungen einer galoppierenden Inflation zu entkommen. Diese Entwicklung unterstreicht die Relevanz stabiler Kryptowährungen als Werkzeuge für den tatsächlichen Gebrauch im Alltag von Bevölkerungen, die von langanhaltenden Finanzkrisen betroffen sind.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen

Das Versicherungs-MGU-Einhorn Bamboo Insurance (BMB.US) plant einen Börsengang zur Beschaffung von bis zu 100 Millionen US-Dollar und will mit „KI-basiertem Underwriting“ die Marktlücke für Klima-Versicherungen schließen.
Das Hausversicherungs-MGU-Unternehmen Bamboo Insurance Services hat einen IPO-Antrag über 100 Millionen US-Dollar eingereicht.

Die Billionen-Dollar-Rechenleistung treibt den Halbleitermarkt in einen Bullenmarkt! Acht Hundert Milliarden Dollar sind eine „amerikanische Illusion“ – Das globale AI-Investitionskapital erreicht eine Billion Dollar.
Die neuesten Schätzungen von Goldman Sachs zeigen zudem, dass die kumulierten globalen Investitionen in KI seit 2022 bis Ende 2026 voraussichtlich ein Rekordhoch von 1,8 Billionen US-Dollar erreichen werden. Verschiedene führende Indikatoren befinden sich weiterhin am oberen Ende der seit 2022 bestehenden Spanne, was darauf hindeutet, dass eine Trendwende bei den jüngsten Investitionsausgaben noch nicht eingetreten ist.

Die Rendite der französischen 10-jährigen Staatsanleihe durchbricht mit 4,1 % ein neues Hoch seit 2008 – steht eine „Euro-Schuldenkrise 2.0“ bevor?
Mit einem weiteren schwierigen Haushaltsstreit am Horizont bereiten Frankreichs sich verschlechternde öffentliche Finanzen und die politische Blockade den Anleiheinvestoren zunehmend Sorgen.

