Bitcoin und Altcoins stürzen ab, da schwache Arbeitsmarktdaten Rezessionsängste schüren
Wichtige Erkenntnisse
- Bitcoin und Altcoins fielen, nachdem schwache US-Arbeitsmarktdaten die Rezessionsängste verstärkten.
- Die Märkte erwarten eine Zinssenkung der Federal Reserve im September, da die wirtschaftlichen Risiken zunehmen.
Der Preis von Bitcoin fiel am Freitagmorgen unter 110.500 $, nachdem die Arbeitsmarktdaten für August schwächer als erwartet ausfielen, was die Sorgen über eine drohende Rezession schürte. Auch Altcoins mussten ihre Gewinne abgeben, da die Marktvolatilität zunahm.
Die US-Wirtschaft schuf im August 22.000 neue Arbeitsplätze, weit unter den Erwartungen und weniger als die 79.000 im Juli, wie das Bureau of Labor Statistics berichtete. Die Arbeitslosenquote stieg von 4,2 % auf 4,3 %, während die Beschäftigungszuwächse im Juli von 73.000 nach unten korrigiert wurden.
Die starke Verlangsamung deutet darauf hin, dass Unternehmen bei Neueinstellungen zurückhaltender werden – oft ein frühes Warnsignal für eine schwächere Nachfrage und nachlassende Aktivität.
Der Drei-Monats-Durchschnitt ist deutlich gesunken und zeigt einen anhaltenden Abkühlungstrend auf dem Arbeitsmarkt, der sich auf den Konsum und das Gesamtwachstum auswirken kann und das Rezessionsrisiko erhöht.
Gold erreichte aufgrund der schwachen Arbeitsmarktdaten ein Rekordhoch von 3.580 $, während Bitcoin laut TradingView auf 112.500 $ fiel, bevor er sich über 113.300 $ erholte.
Der Dow, S&P 500 und Nasdaq erreichten ebenfalls neue Höchststände, aber sowohl Krypto- als auch Aktienmärkte zogen sich schnell zurück, obwohl die Märkte eine Zinssenkung der Fed im September bereits vollständig eingepreist hatten.
Händler sehen nun eine 98%ige Wahrscheinlichkeit, dass die Fed auf ihrer Sitzung am 16.–17. September eine Zinssenkung um einen Viertelpunkt vornimmt, mit einer 2%igen Chance auf eine Halbpunkt-Senkung, wie Daten des FedWatch Tools zeigen.
In seinen jüngsten Äußerungen auf der Jackson Hole-Veranstaltung der Fed signalisierte Fed-Vorsitzender Jerome Powell, dass die Zentralbank die Tür für eine Zinssenkung im September offen hält.
Er deutete jedoch auch an, dass dies nicht den Beginn eines aggressiven Lockerungszyklus bedeuten würde.
Powell merkte an, dass die Inflationsrisiken weiterhin nach oben tendieren, während die Risiken für den Arbeitsmarkt nach unten zeigen. Da die Leitzinsen nun näher am neutralen Niveau, aber immer noch restriktiv sind, sagte er, könne die Fed vorsichtig vorgehen und sich Anpassungen vorbehalten, falls sich die Risiken weiter verschieben.
Die Märkte blicken nun auf die Verbraucherpreisindex-Daten (CPI) für August, die am 11. September veröffentlicht werden, um einzuschätzen, ob Zinssenkungen der Fed bevorstehen.
Der September war historisch gesehen ein volatiler Monat für Krypto und Aktien.
Im vergangenen Jahr fiel Bitcoin im September unter 55.000 $, bevor er nach einer Zinssenkung der Fed um 50 Basispunkte stark anstieg. Die Zinssenkung erfolgte vor dem Hintergrund steigender Arbeitslosigkeit, schwachen Beschäftigungswachstums und Rezessionsängsten.
Haftungsausschluss: Der Inhalt dieses Artikels gibt ausschließlich die Meinung des Autors wieder und repräsentiert nicht die Plattform in irgendeiner Form. Dieser Artikel ist nicht dazu gedacht, als Referenz für Investitionsentscheidungen zu dienen.
Das könnte Ihnen auch gefallen
Anthropic steht kurz vor einem Super-IPO, der US-IPO-Markt erlebt eine „Vorlaufrallye“
Anthropic bereitet einen historischen Börsengang vor, der mit SpaceX vergleichbar ist, und zahlreiche Unternehmen wetteifern um Investorenaufmerksamkeit. Doch der Zeitraum wird durch den amerikanischen Tag der Arbeit, die Zinsentscheidung der Federal Reserve und die Zwischenwahlen auf ein Minimum reduziert. Rob Stowe von Barclays erwartet, dass das Emissionsfenster nach dem Tag der Arbeit bis zur Präsidentschaftswahl besonders konzentriert sein wird.
Heiße Temperaturen treiben Kühlbedarf an: US-Erdgas-Futures steigen leicht, LNG-Exportnachfrage erreicht höchsten Stand seit Ende Juni
Die US-Erdgas-Futures sind am Montag leicht gestiegen. Jüngste Wettervorhersagen deuten darauf hin, dass in den kommenden Tagen in weiten Teilen des Südens, Ostens und an der Ostküste der USA hohe Temperaturen erwartet werden. Die Nachfrage nach Klimaanlagen und Kühlung dürfte steigen, was wiederum den Erdgasbedarf der Stromerzeugungsbranche erhöht.

Die eskalierende Lage im Nahen Osten erhöht den Inflationsdruck weiter – Zinserwartungen der Fed steigen erneut, Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe überschreitet 4,75 % und erreicht ein 52-Wochen-Hoch.
Der US-Staatsanleihenmarkt erlebte am Montag einen Ausverkauf, wobei die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen zeitweise auf 4,76 % stieg und damit die Marke von 4,75 % überschritt sowie ein 52-Wochen-Hoch erreichte.

Waller bleibt falkenhaft, aber letztlich entscheiden die Daten